Kenia

Die Betten sind da! St. Matia Mulumba Hospital freut sich über die Ankunft der beiden Überseecontainer

"Wir hatten noch niemals Betten, an denen Tische angebracht sind, damit die Patienten komfortabel essen können!" Schwester Bernadette Mwita aus dem St. Matia Mulumba Hospital im Kenianischen Thika ist außer sich vor Freude als endlich die beiden Übersee-Container aus dem fernen Deutschland bei ihnen eintreffen. Alle sind vorbereitet - die Ärzte, die Schwestern, die Pflegekräfte, das Reinigungspersonal. Die Betten und das dazugehörige Bettzeug komplettieren die Ausstattung der neuen Krankenstation. Jetzt kann es losgehen! Alle sind glücklich. Schwester Bernadette bedankt sich in einem emotionalen Brief an das HDZ für die Hilfe. Man kann die Freude darin förmlich spüren. Lesen Sie hier den ganzen Brief... 

story of the container.doc
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3. Etappe der 1. Projektreise 2013 – TV-Dreharbeiten in Kenia, Slum-Besuch und Einweihung des Bettenhauses im St. Matia Mulumba Hospitals in Thika

Einer der Höhepunkte des diesjährigen Keniabesuchs war die Übergabe des neuen Bettenhauses des St. Matia Mulumba Hospitals in Thika. Über eine Million Euro hat das Projekt bis zu seiner Fertigstellung verschlungen, gut die Hälfte davon hat das HDZ gespendet, incl. der Krankenhausbetten, die in den nächsten Wochen angeliefert werden. „Damit ist es dann das beste Hospital weit und breit, und auch die Ärmsten der Armen können dort eine gute Versorgung erwarten“, sagt Dr. Winter. Dass der Neubau dringend erforderlich war, davon konnte sich der HDZ-Vorsteher während seiner mehrmaligen Besuche in den letzten Jahren überzeugen. Das 1992 errichtete Gebäude entsprach nicht mehr den Anforderungen aus hygienischer und medizinischer Sicht. Der Dachstuhl war einsturzgefährdet. Spontan hatte das Hilfswerk daher im vergangenen Jahr zunächst 160 000 Euro bewilligt, so dass mit den Arbeiten sofort begonnen werden konnte. Der laufende Betrieb dieses Hospitals kommt schon seit einigen Jahren ohne Zuschuss aus. Der anschließende Besuch im Mathare Slum, dem Auffangheim Mogra Rescue Centre und der Mogra Star Academy in Nairobi, wo 900 Kinder zur Schule gehen, war ein erschütternder aber auch hoffnungsvoller Höhepunkt des Kenia-Besuchs. Das Slum ist mit rund 500.000 Bewohnern eines der größten der Welt. Hannah ist die „Mutter Theresa“ des Mogra-Zentrums. Sie war einst von der Dominikanerin Sr. Luise aus diesem Zentrum gerettet worden und kümmert sich nun selbst um die Kinder in dem Slum. In der Mogra-Academy konnte das HDZ mit einer Sofortspende den Schulabschluss der 35 Absolventen mit 4.200 Euro garantieren. „Ohne diese Prüfungsgebühr kein Zertifikat, ohne Zertifkat keine weiteres Studium, also keine Zukunft“, so Dr. Winter. „Eine korrupte Schicht sorgt in Kenia dafür, dass diese Jugendlichen nicht zu „Konkurrenten“ aufsteigen können.“

 

"Empowering Children, Changing Lives"

 

In einem Brief bedankt sich Hannah nach dem Besuch bei Dr. Winter

 

Dear Dr. Klaus Winter,
Thank you very much for visiting Mogra Rescue Centre. May God bless you!
On behalf of the form four students and Mogra Star academy, we would like to thank you for paying their National Examination worth 4200 Euros. The children were very happy and grateful because it is very hard for their parents or guardians to raise such money for their exams. For some of them, it is very hard to pay for their house rent and come to school so they have to miss school for several days every week. But with their Examination
paid, it will help them a lot to concentrate in class. This is their final examination in Secondary school and it is called Kenya Certificate of Secondary School, KCSE and they will sit for it in November 2013 and get their results in February 2014. This gives them a chance to join university or colleges. Sometimes the students are forced to repeat form four for another one year if the parent is not able to raise the examination fees but this year we are glad all of them will sit for the examination. Registration will go on
until March.

Once again thank you and God bless
Yours faithfully

Hannah

Projekt: St. Mulumba Hospital: Generator, 40 Kinderbetten, Neubau Zahnstation

Seit 1990 existiert in der kenianischen Industriestadt Thika - unweit von Juja entfernt - das
St. Mulumba Hospital, welches durch viele fränkische Spendenmittel vor Jahren errichtet wurde. Das Krankenhaus ist eine gut funktionierende Einrichtung mit vielfältigen medizinischen Möglichkeiten. Es trägt sich selbst, weil die Patienten auch bezahlen müssen, allerdings je nach "Einkommen".
Das HDZ finanzierte bereits vor Jahren die Betten für die Neugeborenen-Station und einen dringend benötigten Generator, der die Stromversorgung für das Krankenhaus bei den häufigen Ausfällen sichert.
Der Neubau der Zahnstation auf dem Hospitalgelände ist fertiggestellt und das Equipment auf dem Weg.

HDZ-Projektreise nach Kenia - 05.10.2011
Zwischen neuen Herausforderungen und klaren Erfolgen
Kenia-Bericht_20111005.pdf
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Projekt: Juja-Farm, Thika

Projektpartner: Schwester Luise aus Nürnberg und die Dominikanerschwestern in Thika, katholischen Pfarrgemeinde St. Marien in Nürnberg-Katzwang, „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks und einzelner Lions Clubs

Zielgruppe: Flüchtlingskinder, Kriegs- und Aidswaisen in Thika

Ziele des Projekts: Zukunftsperspektive für Flüchtlingskinder, Kriegs- und Aidswaisen, medizinische Grundversorgung in einem Einzugsgebiet von 100.000 meist mittellosen Einwohnern, Aufklärungsarbeit der Ärzte und Schwestern bei Krankheiten wie Aids, Cholera, Typhus und Malaria, Waisen ein Zuhause geben, medizinische Betreuung von (sudanesischen) Flüchtlingskindern

Maßnahmen: Errichtung eines Ambulatoriums, eines Schwesternhauses für Ärzte und Schwestern und einer Primary-School in Juja mit Erweiterungsbau.

Ambulatorium

Schwesternhaus

Primary School

Bericht Kenia 2011
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Projekt: St. Josephs Missionskrankenhaus, Nyabondo

Projektbeschreibung: 

Die Thüringer "Arzt- und Zahnarzthilfe Kenya e.V." bat uns in 2000 um Weiterleitung einer umfangreichen Materialspende mit größeren Mengen Zahngarnituren, im Wert ca. 10.000 €.

Für einen zahnärztlichen Hilfseinsatz nach Afrika fliegen, einen Kollegen (bzw. -in) ablösen, Reihenuntersuchungen durchführen, Kavitäten an Zähnen zählen und füllen, gegebenenfalls Zähne extrahieren, etwas über das Zähneputzen erzählen und Zahnbürsten als Geschenk aus der großen weiten Welt verteilen. Das ist der Anfang der Hilfe zur Selbsthilfe, der die Basis jedes Einsatzes in der Dritten Welt sein muss. Bei dem Nyabondo-Projekt der Thüringer Arzt- und Zahnarzthilfe Kenya e. V., das im November 2000 in den "zm" vorgestellt wurde, glaube ich, mir einen alten Wunsch erfüllen zu können und meine langjährigen Erfahrungen in der zahnärztlichen Praxis, in der Lehre (Berufschule, Universität u.a.) sowie in der Kenianischen Mentalität bei einem Hilfseinsatz zu verbinden.....
Der Andrang war anfangs nicht so groß, da uns noch Ruhe gegönnt werden sollte - die Kenianer aber auch wissen wollten, was da nun für Behandler angereist sind. So konnten wir uns einer kreativen Arbeit zuwenden und das vor einigen Monaten angekommene zahntechnische Feldlabor aus alten Bundeswehrbeständen aufbauen und nach etwas Improvisation in Betrieb nehmen. Diese Installation brachte uns viel Anerkennung und schnell war der erste Patient gefunden, der sich einfachen herausnehmbaren Zahnersatz für den linken mittleren Schneidezahn anfertigen ließ. Stolz lief er anschließend mit breitem Lächeln durch die Klinik und erzeugte bei den Kenianern große Verwunderung, dass er damit reden und essen konnte. Folge war eine größere Nachfrage nach Zahnersatz und die Notwendigkeit, einen "Techniker" auszubilden. Dominik war stark motiviert, sehr lernbegierig und hatte große Ausdauer bei seinen Übungen sowie Aufmerksamkeit bei unseren Instruktionen, bei denen wir uns optimal ergänzten: z.B. konnte Ann-Katrin gut erklären, wie man Klammern plant und biegt, ich konnte die rationelle Verarbeitung von Kaltpolymerisat zeigen. Zur Erinnerung an unseren Unterrichtsstoff wurden von Ann-Katrin zwei Poster für die Laborwand gemalt, da wir für diese unerwartete Schulung kein Material mitgebracht hatten.

Projekt: Dispensarium und mobile Klinik, Korr

Projektbeschreibung:

Die Missionsstation in Korr besteht seit 1972 und wurde im Jahre 1980 von den Salesianern Don Boscos übernommen. Sie umfasst ein Wohnhaus für die Kommunität, ein Dispensarium, eine Grundschule für 700 Kinder und einen Kindergarten. Es werden Ernährungs- und Wasserbeschaffungsprogramme durchgeführt. Im Dispensarium werden täglich im Durchschnitt 100 Krankheitsfälle behandelt. Dafür stehen 3 Schwestern, zwei Gesundheitsfachkräfte und 1 Assistent zur Verfügung. Von diesen 6 Angestellten betreiben eine Schwester, eine Gesundheitsfachkraft und ein Assistent die mobile Klinik und besuchen 15 Dörfer. 3 Dörfer liegen 40 km von der Missionsstation entfernt, 2 weitere Dörfer 10 km und 10 Dörfer befinden sich 12 km von Korr entfernt. Das Fahrzeug für die mobile Klinik ist jedoch 16 Jahre alt und stark reparaturanfällig.

Vom Dispensarium in Korr ausgehend soll eine mobile Klinik weiterhin regelmäßig in einem Umkreis von 45 qkm die Dörfer und Siedlungen erreichen. Es soll Prävention vor Infektionen, Seuchen und AIDS betrieben werden. In einem „Mutter und Kind-Programm“ sollen vor allem Mangelernährung vorgebeugt und die notwendigen Impfungen durchgeführt werden. Schlangen- und Skorpionbisse sollen behandelt werden können.

Das vorhandene Fahrzeug der mobilen Klinik, das 16 Jahre alt ist, soll verkauft, und ein Toyota Landcruiser soll angeschafft werden. Mit diesem Fahrzeug, das registriert und unterhalten wird, soll in einer mobilen Klinik Gesundheitsprävention und- Fürsorge für die Menschen der Gegend um Korr geleistet werden, ohne Ansehen von Religions- und Stammeszugehörigkeit. Dabei sollen kleine Beiträge für den Erwerb von Medikamenten und für die Nutzung des Toyota als Transportfahrzeug erhoben werden, die den Unterhalt der mobilen Klinik sichern helfen.