Indien

HDZ finanziert Grundschulsanierung im indischen Goa

Im Juli war es endlich soweit: Neubau und Neuausstattung der Little-Flower-Grundschule im indischen Goa konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Der Einweihungsfeier stand nichts mehr im Wege. Und im nächsten Schuljahr können 140 Schüler aus armen Familien die neue Grundschule der Salesianer besuchen. Das HDZ finanzierte das Gesamtprojekt mit Spenden in Höhe von rund 77.000 Euro. 

Der kleine Ort Kelmbet, in dem die Salesianer Don Boscos eine Pfarrei und die „Little Flower Primary School“ unterhalten, wird von Menschen bevölkert, die in der Landwirtschaft als Arbeiter tätig sind und selbst kein Land besitzen. Für sie ist es wegen des geringen Einkommens schwierig, ihre Familien zu ernähren, geschweige denn, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren. Diesen Kindern gilt das Angebot der „Little Flower Primary School“. 

Die Grundschule Little Flower ist in der Region einzigartig. Die nächste Grundschule liegt 7 km von Kelmbet entfernt. Da es keine öffentlichen Transportmöglichkeiten gibt, ist es die Grundschule der Salesianer praktisch alternativlos. Nur die wohlhabenden Familien können es sich leisten, ihre Kinder in Internate nach Mangalore zu schicken.

Die Schule wurde 1932 errichtet und war längst baufällig. Die Schule führt die 100 Schülerinnen und Schüler bis zur 7. Klasse. Sie hat einen guten Ruf und endet mit einem von der Regierung als Grundschulabschluss anerkannten Examen. Zwei Lehrer werden von der Regierung bezahlt, zwei von den Salesianern. Aufgrund der Baufälligkeit drohte jedoch die Schließung der Schule. Mit der großzügigen Unterstützung der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte konnte die Grundschule erneuert und in Stand gesetzt werden. Es entstand ein neues Schulgebäudes mit sieben Klassenräumen, einem Raum für die Lehrer sowie einem Büro und zwei Toilettenblocks für Jungen und Mädchen. Zusätzlich zu dem Bau war die Möblierung der Klassenräume mit Tischen und Schulbänken, Regalen und Sitzmöbeln für das Lehrerzimmer Bestandteil des Projektes. All dies konnte inzwischen dank der Kostenübernahme durch das HDZ erfolgreich realisiert werden.

 

Gegen Kinderarbeit in Indien

Reiseeindrücke aus den indischen Bundesstaaten Karnataka und Andhra Pradesh – HDZ engagiert sich gemeinsam mit der Don Bosco Mission

 

Die indische Regierung geht davon aus, dass 40 Millionen Kinder in Indien arbeiten. Eine Ursache ist die Armut der Eltern, die auf das zusätzliche Einkommen der Kinder angewiesen sind, um die Familie zu ernähren. Eine andere Ursache ist die Profitgier von manchen Unternehmern: Kinder sind billige Arbeitskräfte und sie können noch keine Rechte einklagen. Ihre kleinen Hände sind geschickt und für Arbeiten wie das Knüpfen von Teppichen oder das Herstellen von Streichholzschachteln besonders geeignet. Die negativen Folgen der Kinderarbeit sind vielfältig:

Die Gesundheit der Kinder wird oft bleibend geschädigt, wenn sie in Fabriken Staub oder chemische Substanzen einatmen. Das lange Sitzen vor Webstühlen führt zu Haltungsschäden. Werden Kindern in Hotels als Angestellte ohne Freizeit ausgebeutet, hat das auch psychische Schäden zur Folge. Entscheidend ist aber, dass Kinderarbeiter nicht zur Schule gehen und daher dem Kreislauf der totalen Armut kaum entkommen können. Sie werden als Erwachsene keinen Beruf ergreifen können, der eine Familie ernähren kann.

 

Das Kinderarbeiterzentrum Gulbarga

 

Im südwest-indischen Bundesstaat Karnataka, der 56 Millionen Einwohner zählt, gibt es 822.000 arbeitende Kinder (Volkszählung 2002). Alleine in Gulbarga, einer Stadt mit 523.000 Einwohnern, wurden 10.000 Kinderarbeiter gezählt. Sie arbeiten entweder in der Landwirtschaft, auf Müllgruben oder in den Straßen, um aus Abfällen Verkäufliches herauszufinden. Auch in Steinbrüchen oder Ziegeleien, als Hausangestellte oder einfach als Tagelöhner auf Märkten werden sie angetroffen. Sie versuchen, alle möglichen Hilfsdienste auszuführen, um an ein paar Rupien zu gelangen.

 

Die Salesianer Don Boscos arbeiten seit 2002 in der Region mit dem Ziel, Straßenkinder und Kinderarbeiter so zu rehabilitieren, dass sie einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung absolvieren und dadurch ihre Familien nachhaltiger unterstützen können als durch die ihnen noch im Kindesalter abverlangten Hilfsdienste. Bisher haben sie 1500 Kindern helfen können. Dies geschah durch Maßnahmen wie einjährige Internatskurse oder Förderunterricht

 

Der Tag des Projektbesuches in Gulbarga fällt auf das indische Diwali-Fest und auf den Kindertag. Wir nehmen an einer Feier teil, die besonders schön zeigt, was Pädagogik Don Boscos bedeutet. Als erstes führen die älteren Jungen einen Tanz auf. Auf moderne Rockmusik haben sie gekonnt eine Choreographie einstudiert. Sie bewegen sich kraftvoll und doch diszipliniert. Der Tanz ist ein gutes Mittel, sich selbst wahrzunehmen und in eine Gruppe zu integrieren. Anschließend wird Geburtstag feiert. Denn die meisten der Kinder, die in Gulbarga wohnen, wissen nicht, wann sie geboren sind. Es gibt eine Torte, auf der „Happy Birthday“ steht und jedes Kind erhält ein Stück Torte, das ihm persönlich überreicht wird. Auch erhält es ein neues Don Bosco T-Shirt. Anschließend wird Diwali gefeiert. Es ist bereits dunkel. Die Kinder gehen nach draußen und dürfen Wunderkerzen und einige Feuerwerkskörper entzünden. Sie dürfen richtig Kind sein. Der Spaß und die Ausgelassenheit ist auch für die Zuschauer eine Freude. Anschließend versammeln sie sie sich nochmals in ihrem Aufenthaltsraum bevor sie schlafen gehen und es kehrt wieder Ruhe ein. Am nächsten Tag werden die Kinder der Abendschulzentren, also auch Mädchen, in das Fest mit einbezogen. Es gibt einen Wettbewerb: Wer malt das schönste Bild? Die drei gelungensten Zeichnungen werden prämiert. In einem Festakt erhalten die Sieger kleine Geschenke und auch hier werden wieder Tänze aufgeführt. Anschließend gibt es für alle eine warme Mahlzeit.

Die Salesianer in Gulbarga haben bisher alle diese Aktivitäten von einem kleinen Zentrum aus durchgeführt, in dem sowohl die Kinder untergebracht sind als auch die Salesianer selbst und die notwendigen Büros. Die Kinder arbeiten, essen und schlafen in demselben Raum.

 

Das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte unterstützt nun den Neubau eines Zentrums mit mehr Möglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen und ausreichender Infrastruktur für die Betreuung der verschiedenen Aktivitäten. Es hat Verzögerungen bei der Baugenehmigung gegeben, aber nun sind die Bauarbeiten im Gange. In dem neuen Zentrum werden die Kinder mehr Platz für Ihre Entfaltung haben. Schlaf- und Arbeitsräume werden getrennt sein.

 

Das Straßenkinderzentrum Warangal

 

Warangal lässt sich von Hyderabad in 3 Stunden Fahrt in Richtung Norden erreichen.

Mit 620.000 Einwohnern ist sie die fünftgrößte Stadt Andhra Pradeshs.

Die Salesianerniederlassung umfasst eine Pfarrei, eine Sekundarschule, ein Berufsbildungszentrum, die alle etwas außerhalb der Stadt gelegen sind, sowie ein Zentrum für Kinder und Jugendliche in Risikosituationen in der Nähe zum Bahnhof Warangal.

 

Das Zentrum wurde im Jahre 2006 mit Hilfe des Hilfswerkes Deutscher Zahnärzte errichtet und umfasst 3 Stockwerke. Das Zentrum wirkt hell und freundlich und ist voller Leben. Pater Josef hat zwei Laienmitarbeiter, die bei der Gestaltung der Arbeit in diesem Zentrum mithelfen: Santosh als „Program Manager“ und Charitanya als Koordinator. Santosh ist ein Ex-alumno des salesianischen Straßenkinderprojektes in Vijayawada, also ein ehemaliges Straßenkind. Er organisiert im Zentrum Fortbildungskurse für Mädchen, die keine Berufsausbildung haben und doch später zum Familieneinkommen mit beitragen möchten. Manche von ihnen wurden aus ausbeuterischer Arbeit in Hotels oder Fabriken befreit uns sind jetzt froh, ein Handwerk erlernen zu können, das ihnen später eine geregelte Berufstätigkeit erlaubt. Es gibt 30 Mädchen, die seit einem Monat an Computerkursen teilnehmen. Sie üben sich in Word und weiteren Programmen des Office-Paketes und haben dadurch Chancen auf eine Anstellung als Sekretärin. 45 Mädchen lernen das Schneider-Handwerk. Es gibt Kooperationspläne mit einer Firma, die Stickerinnen einstellt. Auch werden Brückenkurse für ehemals bettelnde Kinder angeboten, die aus dem Nomadenvolk der Chenchus stammen und sonst keinerlei Zugang zu Bildung haben.

 

Das Hilfswerk deutscher Zahnärzte hat auch in Warangal beim Ausbau einer Sekundarschule geholfen. In anderen indischen Bundesländern gibt es weitere Schulprojekte, die durch das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte finanziert wurden. Die Salesianer Don Boscos in Indien haben mit dem Hilfswerk Deutscher Zahnärzte einen ihrer wichtigsten Partner auf dem Wege, Kindern und Jugendlichen zu einem gelungenen Leben zu verhelfen. Wir danken dem Vorsteher Dr. Klaus Winter, seiner Familie und allen Spenderinnen und Spendern herzlich.

 

Ein neues Haus für 50 Kinderarbeiter

HDZ startet neues Projekt zusammen mit der Don Bosco Mission Mysore: Ziel ist es, ein Haus mit Grundstück für die Koordinierung der Kinder- und Jugendarbeit und die Betreuung von ehemaligen Kinderarbeitern aus der Region Mysore, Karnataka zu kaufen.

 

 

 

Eine im Jahre 2005 durchgeführte Studie der Salesianer Don Boscos zeigte, dass es in Mysore hunderte von Kinderarbeitern gibt, die als „Agarbathi“ (Hersteller von Streichhölzern), Hotelangestellte, Helfer in kleinen Läden und auf Märkten zum Familienunterhalt beitragen müssen oder ganz sich selbst überlassen sind. Viele Kinder betteln auch um Lebensmittel. Aus Dokumenten der Stadt geht hervor, dass es in und um Mysore 65 slums gibt. Die Salesianer haben 16 Slums mit dem höchsten Anteil an Kinderarbeitern und Straßenkindern herausgesucht- Alkohol und Zerfall der Familien sind zwei wichtige Ursachen dafür, warum Kindern gänzlich dem Zuhause den Rücken zukehren und auch nicht mehr die Schule besuchen. Straßenkinder und Kinderarbeiter sind die primäre Zielgruppe dieses Projektes. Die Salesianer planen 50 von ihnen in dem neuen Haus unterzubringen und durch Brückenkurse soweit zu fördern, dass sie in der formalen Schule mitkommen. Da das Haus aber auch Ausgangspunkt für die Sozialarbeit in den Slums ist, sind die Mitarbeiter der Salesianer die sekundäre Zielgruppe dieses Projektes. Sie möchten bewirken, dass in den Slums die Selbsthilfegruppen sich der Belange der Kinder annehmen und an ihrem wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt arbeiten. Zurzeit finanziert das Kindermissionswerk diese Programme in den 16 Slums.

Bisher wurden alle Aktivitäten von einem gemieteten Haus aus durchgeführt. Da die Zahl der betreuten Kinder jedoch stetig wächst, suchten die Salesianer nach einer neuen Struktur. Angesichts des hohen Ansehens der Salesianer hat sich ein regionaler Verein entschlossen, den Salesianern eine Villa zu reduzierten Kosten zu übergeben. Dieses Haus ist sehr geeignet. Es liegt zentral in der Stadt und verfügt über genügend Platz für 50 Kinder sowie ein großes Grundstück. Jedoch kann die Provinz den Kauf des Hauses aus eigenen Mitteln nicht bewältigen. Das HDZ hat dieses Projekt als spendenwürdig eingestuft und übernimmt etwa die Hälfte der Kosten.

 

 

Gegen Kinderarbeit in Indien - HDZ und Salesianer engagieren sich

Reiseeindrücke aus den indischen Bundesstaaten Karnataka und Andhra Pradesh – HDZ engagiert sich gemeinsam mit der Don Bosco Mission

 

Die Zusammenarbeit des Hilfswerkes Deutscher Zahnärzte mit Don Bosco Bonn besteht seit über 20 Jahren. Allein 40 Projekte wurden in dieser Zeit in Indien realisiert. Dazu gehören Schulen, Wohnhäuser, medizinische Einrichtungen, Einrichtungen für Straßenkinder und die Verbesserung der Infrastruktur von Berufsbildungszentren. Auf jeder Projektreise nach Indien mit seinen mehr als 2500 Salesianern Don Boscos und den mehr als 300 Einrichtungen stößt man auf Spuren des Hilfswerkes Deutscher Zahnärzte. Bei meiner Reise nach Südindien im November 2012 konnte ich 2 Einrichtungen besuchen, die vom Hilfswerk Deutscher Zahnärzte gefördert werden und die direkt gegen Kinderarbeit arbeiten.

 

Lesen Sie den ganzen Bericht von Hans-Jürgen Dörrich...

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Projekt: Neubau eines Zentrums für Kinderarbeiter, Gulbarga / Karnataka

  • Projektpartner: Salesianer Don Boscos, Revd. Father Thomas Anchukandam, Bangalore, Indien | Verantwortlicher: Don Bosco, PYAR
  • Zielgruppe: Brückenkurse und Abendschulunterricht (Förderunterricht) für 200 Kinderarbeiter aus Gulbarga sowie Unterbringung von mindestens 100 Straßenkindern.
  • Ziele des Projekts: Begleitung von mehr als 300 Kinderarbeitern und Straßenkindern durch Bildungsmaßnahmen bis zum Abschluss der Schullaufbahn, Schulabbrecher in Regelschulen vermitteln, neben klassischen Schulfächern Wissen in Gesundheitsfragen vermitteln (Hygiene, AIDS-Prophylaxe), regional ein Bewusstsein für Kinderrechte stärken (Recht auf Bildung)
  • Maßnahmen: Neubau eines Zentrums in der Ortschaft BABLAB im Stadtrand von Gulbarga mit Schlafsälen, großem Speiseraum, Studienraum und Büros
Dank des Projektleiters aus Gulbarga | Projektstart
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Weihnachten 2004 erschüttert eine riesige Tsunami-Welle weite Teile des südostasiatischen Raumes schwer.


In Kooperation mit Don Bosco Mission kann das HDZ für betroffene salsianische Einrichtungen in Indien und Sri Lanka Soforthilfsmaßnahmen und weiterführende Hilfen gezielt unterstützen. Für Nothilfe und Wiederaufbauarbeit spendet das HDZ eine Summe von 100.000 Euro.

 

Projekt: Tsunami-Soforthilfe Tamil Nadu / Indien Trichy (2004)

Projektpartner: Salesianer Don Bosco, Projektbüro: „CAUVERI“ (Coordinated Action for urban and village empowerment and resource identification) unter der Leitung von Pater Arul Maran SDB

Ziel des Projekts: unmittelbare Nothilfe und Hilfe zur Selbsthilfe in Thangampadi, Therespuram, Kuthenkuly und Kanyakumari. 

Maßnahmen:

  • In Therespuram wohnten unmittelbar nach dem Tsunami mehr als 300 Personen auf dem Gelände der Salesianer, die mit dem Notwendigsten versorgt wurden. Bei ihrer Soforthilfe wandten sich die Salesianer besonders den traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu. 
  • Wiedereröffnung der Schule am 18.01.2005 und Verpflegung der schulpflichtigen Kinder mit gesunden und nährstoffreichen Mahlzeiten. 
  • Errichtung von Mehrzweckhallen in acht Dörfern, u.a. für Bildungsprogramme und Jugendtreffs.
  • Werkstätten und Kurse in Bootsreparatur (Boot, Bootsmotor) in der Provinz INT (INT05-075) an mehreren Küstenstandorten des südlichen Tamil Nadus für rund 100 Jugendliche in Tharangampadi, Chandrapady und Chinnangudi.

Projekt: Soforthilfe Tamil Nadu / Provinz Madras

Projektpartner: Salesianer Don Bosco, Provinz Madras

Projektziel: Soforthilfe und längerfristige Hilfe

Maßnahmen:

  • Unterbringung von hunderten Obdachlosen auf dem Gelände der Sekundarschule von St. Bede's in der Metropole Madras
  • Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung, besonders für Kinder und Jugendliche
  • Programme für traumatisierte Kinder und Jugendliche und persönliche Betreuung
  • Beschaffung von Schulmaterial
  • Errichtung von Kinderschutzzentren in 48 Dörfern und Stadtteilen
  • Erneuerung des Waisenhaus Vellore für 258 Grund- und Sekundarschüler und der dazugehörigen Schule und Unterbringung von Waisen und Halbwaisen aus der Küstenregion (INM05-058), u.a. Erneuerung von Schlafsälen, Studiersälen, Küche und Jugendzentrum

Projekt: Tsunami-Soforthilfe Andhra Pradesh / Provinz Hyderabad (2004)

Projektpartner: Jugend Dritte Welt

Projektziel / Maßnahmen: Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung für mehr als tausend Haushalte, Zugang zu sauberem Trinkwasser (INH05-168) 

Projektbeschreibungen Tsunami 2004 - Don Bosco
Tsunami2004_DonBosco_HDZ.pdf
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Projekt: Leprosy Patients Relief Funds (LPRF), Mumbai

  • Projektpartner: Bombay Leprosy Project, Mumbai
  • Zielgruppe: the poor and needy leprosy patients through Leprosy Patients Relief Funds (LPRF)
  • Ziele des Projekts: 
  • Maßnahmen: 

Projekt: Erweiterung Jugendanimationszentrum, Diözese Krishnagar, Westbengalen

  • Projektpartner: Salesianer Don Boscos, Bishop of Krishnagar, Westbengalen
  • Zielgruppe: Junge Christen, Moslems und Hindus aus dem Nadia Distrikt; besonders aus dem Gebiet der Pfarrei Maliapota mit ihren 12 Kapellengemeinden. Insgesamt leben 6.000 Jugendliche im Einzugsgebiet des Zentrums, meist mit einem agrarischen Hintergrund.
  • Ziele des Projekts: Qualifizierung von Jugendlichen in den drei Feldern: Berufliche Qualifizierung, gesundheitliche Aufklärung und Prävention, soziales Bewusstsein und Leitungskompetenzen
  • Maßnahmen: Errichtung eines ersten Stockwerks mit einer Mehrzweckhalle, Gruppenräumen, Büro- und Schlafraum sowie Toiletten: Grundfläche 414 qm, Raumhöhe 3,35 m

Projekt: Obdachlosenheim "Shelter Home" für Kinder von Leprakranken und Bettlern, Madras

Projektbeschreibung: Das Jugendheim wurde dem Bau- und Kostenplan entsprechend erstellt und am 15. Mai 2001 von Pater Bellarmine Fernando, dem Provinzial von Chennai, eingeweiht. "Shelter Home" bietet 30 Jugendlichen aus ärmsten Verhältnissen eine Unterkunft und gibt ihnen auf diese Weise die Möglichkeit, eine Ausbildung abzuschließen und ihre Lebenschancen deutlich zu verbessern. Das HDZ hatte 2000 den Bau des Jugendheims bewilligt und die Kosten getragen. Die Ausgaben für Landerwerb und Ausstattung sind in Eigenleistung erbracht worden.

Projekt: Bau der Grundschule, Madras-Vyasarpady

Projektbeschreibung: Im Jahr 2000 wurde ebenfalls mit dem Bau einer Grundschule für Kinder Leprakranker Familien begonnen. An den Kosten beteiligte sich das HDZ. Die Schule ist dem verstorbenen Gründer des HDZ Carl Heinz Bartels gewidmet.

Projekt: Mehrzweckhalle, Wokha, Ostindien

Projektpartner: Salesianer Don Boscos

Zielgruppe: Jugendlichen in Wokha mit Armuts- und Marginalisierungshintergrund

Ziele des Projekts: Entstehung eines Jugendzentrums für Ausbildungsprogramme und Freizeitaktivitäten: Computerseminare sowie Schneider- und Strickkurse für die Mädchen aus der näheren Umgebung, Programme zur Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheitspflege, insbesondere Aidsprophylaxe, Camps für Jugendliche mit "Life orientation" und diverse sportliche Aktivitäten

Maßnahmen: Bau einer zweistöckigen Mehrzweckhalle mit großem Multifunktionssaal, Bibliothek, Computerzentrum, Nähwerkstatt, Spieleraum, kleinem Gymnastikraum, Konferenzraum und Büro des Direktors Father Bosco Perianayagam.

Projekt: Landwirtschaftliche Ausbildung in Kleintierzucht körperbehinderter Kinder, Mangalagiri, Südndien

Projektpartner: Salesianer Don Boscos

Zielgruppe: körperbehinderte Kinder und Jugendliche aus Mangalagiri

Ziele des Projekts: Landwirtschaftliche Ausbildung und Ernährung von 64 behinderten Kinder und Jugendlichen in Haltung und Pflege von Kleintieren und in Möglichkeiten der Vermarktung. 

Maßnahmen: Errichtung von Käfigen und Unterständen für die Tiere, Teichanlage für die Fischzucht, Anschaffung von Zuchttieren: 500 Kaninchen 1.500 Küken, 30.000 Jungfischen, Futtermittel und Medikamente.

Projekt: Bau Hostel für College-Studentinnen, Berg-Resort Itanagar / Arunachal Pradesh

Projektpartner: Salesianer Don Boscos

Zielgruppe: junge Frauen, die die ihnen gegebene Bildungschancen wahrnehmen möchten und damit auch Multiplikatoren für den Fortschritt auf ihren Dörfern werden können. Dazu gehören das Bewusstsein für den notwendigen Schutz der reichen, natürlichen Ressourcen wie der tropischen Bäume, sowie des Pflanzen- und Tierbestandes und das Wissen um die Notwendigkeit von Gesundheitsvorsorge und Hygiene. Höhere Bildung schafft ein Bewusstsein für die Rechte der Frau, gegen Kinderverheiratung und mehr Stimmrecht in traditionellen Dorfräten

Ziele des Projekts: Jungen Tribal-Frauen Chancen auf höhere Bildung zu eröffnen, Bewusstsein für die Rechte der Frauen zu stärken, Fortschritt in Gesundheitsfürsorge, Hygiene und Heiratspraktiken erzielen, jungen Frauen Beschäftigungschancen in anderen Berufen als der Landwirtschaft eröffnen

Maßnahmen: Errichtung eines dreistöckiges Wohnheims für 200 College-Studentinnen mit Küche, Speisesaal, Empfangsraum, 4-Bett-Zimmern und 2-Bett-Zimmern, unter Leitung von Don Bosco Schwestern.

Projekt: Altenheim "Lazarus Building", Goa

Projektbeschreibung: 2001 wurde das Altenheim eingeweiht. Auf Initiative des aus Goa stammenden, ehemaligen Oberarztes der Diabetesklinik in Bad Lauterberg im Harz Dr. Madhucar Talaulicar hat der Lions Club Südharz seit Jahren Unterhaltskosten für arme Heimbewohner zu Verfügung gestellt. Der große Zulauf des Altenheims hat die Erweiterung des Baus notwendig werden lassen. Das HDZ hat es ermöglicht durch den Anbau 34 neuen Heimbewohnern ein Zuhause zu geben.

Projekt: Bau Frauenhaus "Lazarus-House Helga Winter", Ponda, Goa

Projektbeschreibung: 2004 ist auf Initiative des aus Goa stammenden, ehemaligen Oberarztes der Diabetesklinik in Bad Lauterberg im Harz Dr. Madhucar Talaulicar ein Frauenhaus (Zufluchtsstätte für „distressed women“) vom Lions Club Südharz an die Society For Youth Development übergeben worden. Das Frauenhaus steht betroffenen Frauen mit und ohne Kindern rings um den Ort Ponda in 10 Dörfern zur Seite.

In dem „Lazarus-House Helga Winter – Unit“ werden ca. 150 Frauen betreut, die entweder hier wohnen oder aus der Umgebung dazu kommen. Sie erhalten medizinische Hilfe, Nahrung sowie Grund- und Berufsausbildung, wie z.B. in Kochen und Backen, Schneidern, Häkeln und Stricken; auch das Kunsthandwerk wie Fliesenmalerei und das Herstellen von Kunstblumen können sie erlernen, sowie den Umgang mit Computern sich aneignen. Haben sie erst einmal wieder eine gesicherte Existenz zurückerhalten, zahlen sie in kleinen Raten diese in sie investierten Ausgaben wieder zurück.

Projekt: Lepra-Prophylaxe-Programm, Bombay Leprosy Project, Mumbai (Bombay)

Projektbeschreibung: Das Bombay Leprosy Project (BLP) hat zum Ziel, den Beschluss des Internationalen Lepra-Kongress 1998 in Peking umzusetzen: Eine Welt ohne Lepra. Ein staatliches Projekt der indischen Regierung versucht seitdem medikamentös die Leprakranken zu heilen. Die Nerven-Schäden im Bereich der Augen, Hände und Füße bleiben jedoch häufig erhalten. Das BLP will durch ein eigenes Programm diese Krankheitsbilder zunächst erfassen und dann therapieren. Dazu wird medizinisches Hilfspersonal ausgebildet, das die Nervenschädigungen diagnostiziert und mit Steroiden nach Empfehlungen der WHO behandelt, die Compliance durch häufige Hausbesuche garantiert, Untersuchungs- und Behandlungspläne für Leprafälle mit frisch nachgewiesener Invalidität erstellt, die Möglichkeit der chirurgischen Behandlung bei Nichtansprechen auf Steroide festlegt und die häusliche Pflege bei invaliden Lepra-Patienten organisiert. Die ländlichen Gebiete um Mumbai in die Lepratherapie und -prophylaxe einbezogen werden. Das HDZ finanziert diese Maßnahmen und beteiligt sich an der Errichtung von Büroräumen und an der Bereistellung eines Jeeps mit einer Behandlungseinheit für entlegene Gebiete der Distrikte Thane und Raigad.

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Projekt: Wohnheim für Jungen und Mädchen, Maram, Ostindien

Projektpartner: Salesianer Don Boscos

Zielgruppe: bedürftige Mädchen und Jungen in Maram

Ziele des Projekts: Das Wohnheim hat eine wichtige integrative Funktion für die Studenten, die 19 verschiedenen Volksgruppen angehören. Um diesen positiven Aspekt der Wohngemeinschaft zu stärken, werden kulturelle Programme und Wettbewerbe durchgeführt, sowie Programme zur religiösen Erziehung und sozialen Bewusstseinsbildung. Ein Leseraum und die Bibliothek sowie gemeinsames Musikhören und Spiele sollen die Gemeinschaft fordern. Motivationsübungen und Disziplinübungen sollen die Studienabbrecherquote verringern.

Maßnahmen: Bau eines dreistöckigen Wohnheims für über hundert Schüler mit 22 Räumen: Schlafzimmern, Speise- und Gemeinschaftsraum, Küche, Speisekammer, Sanitärbereich, Generatorenraum, Garage.

Projekt: Hausbauprogramm in Modukuru, Destrikt Guntur, Ostindien

Hintergrund: Im Mai 2002 litt der Distrikt Guntur unter einer besonders starken Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 49 Grad. Aus einer Küche ist ein Funke auf die benachbarten Hütte übergesprungen und verbreitete sich bei dem heftigen Wind rasch auf die umliegenden Hütten. Da die Bewohner auf den Feldern arbeiteten oder Vieh hüteten, konnten sie ihre Besitztümer nicht vor den Flamen retten und verloren alles, Kleider, Reis- und Bohnensäcke.
Da Strohhütten in dieser Region häufig dem Brand zum Opfer fallen, benötigen die Bewohner von Modukuru Zementhäuser, die sie dann besser gegen natürliche Risiken absichern können.

Zielgruppe: Die obdachlos gewordenen Bewohner der Kastenlosenkolonie von Modukuru sind von saisonaler Beschäftigung als Landarbeiter abhängig, für die sie nur sehr geringe Löhne erhalten. Sie leben in Lehmhütten mit Strohdächern, die sehr eng aneinander gebaut sind und dadurch besonders der Brandgefährdung ausgesetzt sind. Sie leben unter der Armutsgrenze und haben außer ihrer Hütte keine anderen Besitztümer außer vielleicht ein oder zwei Wasserbüffel. Die meisten Familien sind verschuldet. Sie müssen ihr Arbeitseinkommen während der Erntezeit zur Tilgung ihrer Verschuldung einsetzen und können nicht genug für die beschäftigungslose Zeit zurücklegen, so verarmen sie immer weiter. Sie haben keine Rücklagen oder andere Ressourcen zur Verfügung, um solche Notsituationen zu überwinden.

Ziele des Projekts: Bau von neuen Häusern für die obdachlos gewordenen Familien der Kastenlosenkolonie von Modukuru

Maßnahmen: Die Arbeit wird in Eigenleistung von den betroffenen Familien geleistet, die Material- und Transportkosten werden zum Teil von einem staatlichen Nothilfefonds gedeckt. Da die Regierung bereits ihre Unterstützung für den Bau von zweiräumigen Zementhäusern zugesagt hat, diese Unterstützung aber nur einen Teil der Kosten abdeckt, wird nun ein weiterer Investitionskostenzuschuss für 80 vom Brand geschädigte Familien beantragt.


Projekt: 38 Häuser für Leprakranke, Thiruvallur, Ostindien

Projektbeschreibung: 38 Häuser wurden 2004 fertiggestellt.