Thailand

Neue Wasseraufbereitungsanlage für Schule im Norden Thailands

Ein gelungenes Projekt von Sponsoren, dem Rotary Club Bangkok und dem HDZ

Der jährliche Monsun bringt Wasser reichhaltig. In der Bergregion zwischen Myanmar und Laos ist die zentrale Wasserversorgung in den ländlichen Regionen der Nordprovinzen, Chiang Rai, Mae Hong Son, Chiang Mai, Phayao, Nan, Lampang, Lamphun, Phrae weitgehend unbekannt.Die Versorgung mit Trinkwasser an lokalen Dorfschulen besonders bei den Bergvölkern erfolgt über Zisternen, Auffangbehältern, Brunnen oder Tankwagen. Die Bangkok Post berichtete vor einiger Zeit, dassjährlich 4000 Kinder an kontaminiertem Wasser in Thailand sterben. Auf Initiative von Dr. Ulrike und Peter Minderjahn, Stolberg, in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Deutscher Zahnärzte konnte jetzt eine neue Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb gehen. Im April 2014 erhielten die beiden Zahnärzte die Information, dass an der Dorfschule Sridoyen in Chaiprakam, Chiang Mai die vorhandene Wasseraufbereitungsanlage (CWDS) defekt undeine Reparatur unmöglich sei. Der Rotary Club von Bangkok South suchte eine Sponsor für diese Schule. Gemeinsam machten sich Sponsoren, HDZ und Rotary dann die Umsetzung des Projekts. Im Februar 2015 nahm Dr. Peter Minderjahn stellvertretend für das HDZ die Aufbereitungsanlage in Betrieb. Mit einem Reosmosefiltersystem produziert die wartungsarme Anlage 300 bis 400 Liter Trinkqualität. Diese Menge reicht für eine Schule mit 250 Schulkindern. Die Gesamtinvestition für ein System beträgt rund 4000 EUR. Die Schule, die Gemeinde und die Eltern waren ebenfalls in das Projekt eingebunden. Sie mussten verschiedene Eigenleistungen erbringen, z.B. einen Schuppen mit Stromanschluss errichten, der die Anlage aufnimmt und dafür Sorge tragen, dass die Wasserzufuhr gesichert ist. Die Schule stellte außerdem einen Lehrer / Hausmeister ab, der sich in die Handhabungdes Systems einarbeitete und die tägliche Wartung durchführt.