Rumänien

HDZ hilft Kinderkrankenhaus in Rumänien

Große Freude über neue Zahnstation

Die Einrichtung einer Zahnarztpraxis für das Kinderkrankenhaus der Cristian Serban-Stiftung in Buzias, Kreis Timisoara, kommt ausschließlich an Diabetes und Hämophilie erkrankten Kindern und Jugendlichen zugute. Pro Jahr werden in dieser Klinik ca. 1.500 Kinder nach exakter Diagnosestellung und Therapie in verschiedenen Kursen in Verhaltensregeln für Hygiene, Sport und Ernährung geschult, damit sie nach ihrem Klinikaufenthalt zu einem halbwegs normalen Leben zurück finden können. Dazu zählt seit wenigen Wochen auch eine adäquate, zahnärztliche Versorgung. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in Rumänien haben „Anträge“ zur Finanzierung einer Zahnstation bei diversen Kostenträgern wenig Aussicht auf Erfolg. Erfolge lassen sich nur mit viel Eigeninitiative erzielen. Über seine Verbindung als Mitglied zum internationalen Lazarus-Orden erhielt der HDZ-Vorsteher Dr. Klaus Winter den Antrag vom Initiator der Rumänienhilfe in Köln, Willi Bäsch, hier zu helfen. Das HDZ hat daraufhin aus seinem Sachlager zahnärztliches Instrumentarium und Kleingeräte zusammengestellt und ein gebrauchtes, technisch völlig überholtes Behandlungsgerät mit reichlich Zubehör und Installationsmaterial von der Firma Deppe-Dental GmbH, Hannover, günstig erworben. Für das großzügige Entgegenkommen ist das HDZ besonders dem Geschäftsführer Herrn Lutz Müller sehr dankbar. In Rumänien ist die Freude über die Behandlungseinheit riesig: „Wir möchten uns herzlich für Ihre außergewöhnlich großzügige Hilfeleistung bedanken. Wir haben nicht die Hoffnung gehegt, solch eine Spende zu bekommen. Wir sind Ihnen (dem HDZ) verbunden, denn Sie haben uns – hier in Rumänien – in Betracht gezogen und uns mit Ihrer Geste einen Weg zur Optimierung des Gesundheitszustandes der betroffenen Jugendlichen eröffnet.“ Margit und Viorel Serban

Integrationszentrum für Roma-Kinder in Carei wird zum Vorzeigeprojekt

 

Wie viele es sind, weiß niemand ganz genau. Schätzungen zufolge leben zwei bis 5 Millionen Roma in Rumänien. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass die Roma nach den Ungarn die größte Minderheit in Rumänien darstellen. Sie sind jene Minderheit, die dort und auch in vielen anderen Ländern, noch immer diskriminiert, verachtet und verfolgt wird. Die meisten Roma-Familien leben in ärmlichen Verhältnissen in "Zigeunerlagern". Die Romaviertel am Stadtrand sind in ganz Rumänien verbreitet. Diese Siedlungen weisen fast nie eine homogene Baustruktur auf. Die Hütten sind aus Holz, Blech oder Lehm und bestehen größtenteils nur aus ei­nem Raum mit einer Außenfeuerstelle. Einen Zugang zu Bildung haben die Roma-Kinder meist nicht, daher hat das HDZ vor vier Jahren ein Pilotprojekt in der Stadt Carei gestartet, das zunehmend für Aufmerksamkeit - auch aufseiten der rumänischen Behörenden - sorgt und langsam "Früchte" trägt. Das Carei liegt im Nordwesten Rumäniens unweit der ungarischen Staatsgrenze. Dort hat die Stiftung ein Integrationszentrum für Roma-Kinder gegründet. Dr. Klaus Winter besuchte jetzt das Projekt, an dem sich inzwischen auch die Gemeinde und der Bürgermeister beteiligen. So hat die Gemeinde für 25 Kindergartenkinder dieses Zentrums die Kosten für Wasser, Strom und 3 Mahlzeiten am Tag übernommen.

 

Zwei Pädagoginnen betreuen die Kinder ganztags. Weitere 25 Schulkinder kommen nachmittags mit zwei Lehrerinnen hinzu. Um den kulturellen Austausch kümmert sich eine Roma-Lehrerin. Pfarrer Borota ist der geistliche Führer des Zentrums und eigentlicher Initiator und Motor des ganzen Projekts. Er bezieht seine ganze Kirchengemeinde in das Projekt mit ein, um das gegenseitige Verständnis und Kennenlernen zu fördern. Alle zwei Wochen finden z.B. gemeinsame Gottesdienste im Zentrum statt und in diesem Jahr zum ersten Mal auch ein Sommerferienlager für die Kinder. Für die älteren Jugendlichen wurden bei dieser Gelegenheit Vorträge zur Berufswahl angeboten und sie hatten die Möglichkeit, umliegende Betriebe, wie Bäckereien oder Schuhfabriken zu besuchen. Das Interesse waren groß.

 

"Ich war sehr glücklich, mit eigenen Augen sehen zu können, was alles aus den Ideen geworden ist, die wir gemeinsam geträumt, geplant und verwirklicht haben", sagt Dr. Winter. "Wer hätte damals ahnen können, dass dieses Integrationszentrum jetzt ein Vorzeigeprojekt ist und auch von staatlicher Seite beobachtet wird. Sogar von der Universität kommen angehende Sozialpädagogen als Volontäre in das Zentrum, um das Programm kennenzulernen."

 

Allen Widerständen zum Trotz hat das HDZ hier also Exemplarisches für Kinder geleistet, die aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit keine Chance auf eine menschenwürdige Zukunft hatten.

 

 

  

Projekt: Weiterbildung der sozial-karitativen Pfarrei-Mitarbeiter, Satu Mare

Projekthintergrund: Viele alleinstehende Leute, Alte, Kranke und Großfamilien benötigen Unterstützung in Satu Mare. Ein besonderes Spezifikum trägt dazu bei: Viele junge Familien wandern aus und lassen die älteren Verwandten zurück. Diese haben dann keine Familienmitglieder mehr, die sich um sie kümmern, sie pflegen und ihnen im Alltag helfen.
In der Diözese Satu Mare sind über 400 freiwillige Mitarbeiter, die auf Pfarreiebene für die sozial-karitative Arbeit verantwortlich sind.

Projektträger: Römisch-katholische Diözese Satu Mare

Zielgruppe: Vor 7 Jahren hat der Bischof von Satu Mare vorgeschrieben, dass in jeder Pfarrei eine Gruppe gebildet werden muss, die im sozial-caritativen Bereich – auf Pfarreiebene – arbeitet.

Ziele des Projektes: Für die freiwilligen sozial-karitativen Mitarbeiter (ca. 60, überwiegend Frauen) der Diözese Satu Mare treffen sich regelmäßig, um sich weiterzubilden und auszutauschen. Sie werden geistlich und beruflich ausgebildet, um erfolgsreich arbeiten zu können. Unter anderem erhalten Sie Materialien (Gebete, Meditationen usw.), die sie an die Alten und Kranken austeilen.

Projektmittel Rumänien Übersicht 1997 - 2007

Proj_Rumaenien_finanz.pdf
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Projekt: Sozialstation, Miercurea Ciuc

Projektpartner: Lazarus-Orden Rumänien

Ziele des Projekts: Medizinische Versorgung der Bevölkerung und Mitbehandlung von Armen und Zahlungsunfähigen, Anlaufstelle für Arme und Hilfslose, Arbeitsprogramme

Maßnahmen: Bau der Sozialstation "Lazarus-Haus Richard Deutsch" im Zentrum von Miercurea Ciuc. Das Lazarus-Haus wird von einem Heimleiter, einer Apothekerin, einem Buchhalter und einer Raumpflegerin unterhalten. Im Erdgeschoss sind verschiedene Einrichtungen untergebracht: Notar, Computerfachgeschäft, Arztpraxis, Zahnarztpraxis, Zahntechnikerlabor, Armenapotheke, ambulante Krankenpflegestation, EDV-Abteilung.

Im Obergeschoss gibt es Schlafräume mit je vier Betten, die insgesamt 28 Personen aufnehmen können.

Über 25 verschiedene Therapiegruppen treffen sich mehrmals in der Woche hier.

Projekt: Jugendzentrum "Domus Noemi Winter" für gestrandete Jugendliche

Projekt: Sozialzentrum, Grosskarol bei Satu Mare

Projekt: Kinder- und Jugendzentrum "Helga Winter", Satu Mare

Projektpartner: Lazarus-Orden Rumänien

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche sozialschwacher Familien

Ziele des Projekts: Langfristig sollen in den Räumlichkeiten sozial benachteiligte Kinder

an Wochenenden und in den Ferien betreut, im Rahmen von Weiterbildung kirchlichspirituelle

Impulse für den Alltag gegeben und Einkehrtage speziell für Jugendliche und

Studenten über das ganze Jahr hindurch eingerichtet werden.

Maßnahmen: Errichtung des Kinder- und Jugendzentrums mit über 50 Betten in Zwei- und Drei-Bett-Zimmern und Raum zum Verweilen, drinnen wie draußen.

Projekt: Errichtung eines Kindergartens, Frumoasa / Siebenbürgen

Projektpartner: Franziskaner-Schwester M. Dolore Fischbacher in Frumoasa / Siebenbürgen-Ostrumänien, Lazarus-Orden Rumänien, Cziebész-Stiftung 

Hintergrund: Nach langjährigen Mahnungen des Gesundheitsamtes musste der Bürgermeister den vom gefährlichen Pilz befallenen Kindergarten 2002 abreißen lassen. Die 80 Kindergartenkinder wurden anschließend in einem größeren, älteren Haus notdürftig untergebracht.

Zielgruppe: Kinder des armen Dorfes Frumoasa, unweit von Miercurea-Ciuc. Die Einwohner sind überwiegend ungarischer Abstammung, an denen der Staat wenig Interesse hat, sie zu fördern.

Ziel des Projekts / Maßnahme: Ganztagskindergarten mit warmen Mahlzeiten für die Dorfkinder Frumoasas

Nachtrag von Schwester Dolore:

"Der Kindergarten ist fastwegs zu einer Modelleinrichtung geworden und es kommen immer wieder Fachkommisionen und Fortbildungsgruppen vom Schulamt um diesen Kindergarten zu besichtigen. 84 Kinder sind derzeit in vier Gruppen aufgeteilt, und der Staat hat noch einen Zuschuss gegeben, daß eine Tagesgruppe auch das Mittagessen bekommen kann.
Der Nachbar hat sein Haus restauriert und Baustil und Außenfarben dem Kindergartengebäude angepasst.
Das Betteln vor unserer Haustüre hat sich etwas beruhigt.
Wenn unser Kinderheim aus Hilfstransporten Überschuss an Spielwaren und Bekleidung bekommt, geben wir diesen über den Kindergarten und die Schule an die Bedürftigen weiter.
Die Zusammenarbeit mit dem Kindergartenpersonal ist sehr lebendig geworden und
im Vergleich zu früheren müden Gewohnheiten, bemüht sich der Bürgermeister jetzt sichtlich eifrig darum, dass auch die Spielplatz- und Gartenpflege nicht vernächlässigt wird.
Die Dorfleute haben erfahren, dass Deutschland nicht nur für das Waisenhaus etwas Gutes getan hat, sondern auch für die Kinder des Dorfes; somit ist auch unser Waisenhaus noch mehr akzeptiert."

Projekt: Sozialstation "Fodor-Haus"

Die Sozialstation Fodor-Haus ist eine Anlaufstelle für Jugendliche.

Projekt: Autowerkstatt für die Ausbildung von Straßenkindern

Projektbeschreibung: Die Autoreparaturwerkstatt wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), MAN und Renovabis zusammen mit dem HDZ eingerichtet, um armen Straßenkindern dieser Umgebung Ausbildungsplätze künftig zu sichern.