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Flüchtlingsdrama in Bosnien – HDZ spendet Wohncontainer

Die Nächte werden immer kälter, dabei hat der Winter in Bosnien noch nicht einmal richtig begonnen. Die Lage in dem kleinen Ort Vučjak an der kroatischen Grenze spitzt sich indessen weiter zu. Jeden Tag kommen neue Migranten an dem vermeintlichen „Tor zur EU“ an und versuchen, einen Platz in dem illegal errichteten Zelt-Camp am Rande der Standt zu ergattern. Das auf einer Müllkippe entstandene Camp platzt inzwischen aus allen Nähten, 600 bis 800 Personen sind hier täglich untergebracht und es fehlt an allem. Die hygienischen Verhältnisse sind untragbar und auch die medizinische Versorgung ist nicht ausreichend. Diejenigen, für die es keinen Platz mehr in den Unterkünften gibt, schlafen auf der Straße, unter Brücken, auf Wiesen. Viele sind krank, leiden an Krätze, die Zahl der Hepatitis-Infektionen steigt täglich. Für den bevorstehenden Winter sind die meisten Menschen nicht ausgerüstet, viele tragen nur leichte Kleidung, haben keine festen Schuhe. Das DRK versucht seit Monaten, den Flüchtlingen zu helfen so gut es geht und hat Partnerorganisationen und Spender um Unterstützung gebeten. Für Hilfsgüter, darunter Nahrungspakete, Hygieneartikel, Schuhe, Winterkleidung, Decken, Schlafsäcke, Feldbetten und Feldküchen, konnten bereits über 80.000 Euro bereit gestellt werden. Das HDZ ermöglichte nun mit einer Spende von 20.000 Euro auch das Errichten eines Wohncontainers.