Aktuelles


Die Tsunami-Opfer brauchen weiter Ihre Hilfe!

Indonesische Regierung gibt grünes Licht für Hilfslieferungen

Nov 2018: Es gibt Neuigkeiten aus Indonesien: Vor gut zwei Wochen wurde unseren Partnern vor Ort von der Indonesischen Regierung die Bewilligung erteilt, fehlende Hilfsgüter nach dem verheerenden Tsunami am 29.09. einführen zu dürfen. Wir sind froh darüber, denn nach wie vor ist die Regierung Indonesiens sehr restriktiv, externe Hilfen zuzulassen.

Fotos © IFRC

Allein das Indonesische Rote Kreuz ist vor Ort für die Verteilung aller Hilfsgüter verantwortlich, also auch für alle Güter anderer NGOs. Das Logistikteam aus Deutschland arbeitete danach auf Hochtouren, so dass die geplanten Flüge mit Hilfsgütern Deutschland bereits verlassen haben. Darunter befanden Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Zelte sowie mehrere Geräte für eine mobile Klinik. Diese Operation kostete ungefähr 900.000.- €, die aus Spenden und mit einer Zuwendung vom Auswärtigen Amt aufgebracht werden konnten. Das HDZ ist zuversichtlich, dass auch wir mit unserem Aufruf noch weitere Spenden zur Verfügung stellen können,damit das Leid der betroffenen Menschen auf der Insel Sulawesi gelindert werden kann.



Spendenaufruf für die Insel Sulawesi!

Bundeszahnärztekammer und Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte erbitten Hilfe

Oktober 2018 - Nach dem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 und dem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi erschüttern die Bilder und Berichte über Zerstörung und Chaos. Bisher wird davon ausgegangen, dass über 1.400 Menschen ihr Leben verloren haben. Die Überlebenden haben große Angst vor weiteren Nachbeben. Ihr Zuhause ist zerstört, sie stehen vor Trümmern. Neben Lebensmitteln werden in diesem Krisengebiet dringend Medikamente, Planen, Zelte sowie Hygieneartikel benötigt. Das HDZ hat 10.000 Euro als Soforthilfe bereits zur Verfügung gestellt. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete (HDZ) bitten um weitere Spenden.
„Wir sind in Kontakt mit den Projektpartnern vor Ort, um so rasch wie möglich helfen zu können“, so der stellv. Vorsteher der Stiftung HDZ, Dr. Klaus Winter. Bitte spenden Sie! Jeder Euro zählt.


Verhext - gequält - verstoßen

Kinderschicksale in Togo - Reisebericht der Praktikantin Imke Sürmann

Okt 2018: Im Rahmen ihres Freiwilligendienstes in der Straßburger Kirchengemeinde „Le Bouclier“ hatte Imke Sürmann die Möglichkeit, vom 10. Juli bis zum 9. August 2018 an einer vom HDZ vermittelten humanitären Projektreise nach Togo teilzunehmen. Mit einer Gruppe von 13 jungen Erwachsenen reiste sie für einen Monat in den westafrikanischen Staat, um Land und Leute kennenzulernen und für drei Wochen in dem Zentrum „Creuset Togo“ zu arbeiten, das Kindern eine Zuflucht bietet, die misshandelt und gequält worden sind. Aberglaube und der weit verbreitete Voodoo-Kult sorgen noch immer dafür, dass Kinder als „verhext“ gebrandmarkt und verstoßen werden. In dem beigefügten Bericht lesen Sie was Imke in Togo erlebt hat... 

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Integration ist schwierig aber möglich

Bericht von Lynn Krämer Bericht über ihr Praktikum im Stella Maris – Integrationszentrum für Roma-Kinder in Rumänien

Okt 2018: Im Rahmen ihres Studiums der Politik- und Sozialwissenschaften hat Lynn Krämer im Juni 2018 für fünf Wochen im Stella Maris Integrationszentrum für Roma-Kinder im rumänischen Carei gearbeitet. Das HDZ hat vor acht Jahren das Zentrum gebaut und auch den Praktikumsplatz an Lynn Krämer vermittelt. In dem nachfolgenden Beitrag beschreibt sie ihre Eindrücke und Erfahrungen

 

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Praktikum in Stella Maris
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Ein Leben ohne Ausgrenzung und Behinderung

HDZ unterstützt weiterhin Hilfe für Spaltkinder in Bolivien – Zwischenbilanz 2018

Sep 2018: In Bolivien, das zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas zählt, gibt es nur wenige qualifizierte einheimische Chirurgen, die Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (LKG) behandeln. Und eine Operation ihres Kindes können sich nur sehr wohlhabende Bolivianer leisten. Ohne Hilfe haben arme Familien keine Chance, eine fachlich gute Behandlung für ihr Kind zu bekommen. Die Deutsche Cleft Kinderhilfe ermöglicht seit 2009 Operationen für Spaltkinder in Bolivien. Das Projekt begann mit dem erfahrenen Chirurgen Dr. Mario Villalba, seit 2015 ergänzt Dr. Adolfo Mamani das Team. Dr. Mario Villalba operiert ganzjährig Spaltpatienten in Tarija, der südlichsten Großstadt Boliviens. Dr. Adolfo Mamani praktiziert in La Paz. Beide führen zudem regelmäßig Operationseinsätze in Provinzkrankenhäusern im ganzen Land durch. Auch in schwer erreichbaren Regionen wird die Bevölkerung mit Plakaten darüber informiert, in welchem Zeitraum die Ärzteteams vor Ort sind, um kostenfrei Spaltkinder zu operieren. Mit beiden Partnern hat die Organisation zwei kompetente Chirurgen gewinnen können, die auch persönlich Anteil am Schicksal der Spaltkinder nehmen. Die meisten betroffenen Familien erfahren vom kostenlosen Hilfsangebot durch Aufklärungskampagnen, die auch von den Chirurgen organisiert werden. Inzwischen hat sich die gute Arbeit herumgesprochen und so kommen immer mehr neue Patienten über Empfehlungen durch bereits behandelte Patienten. Seit 2011 fördert das HDZ die Hilfe für Spaltkinder in Bolivien. Mit der am 7.8.2017 erhaltenen Förderspende der Stiftung HDZ in Höhe von 15.000 Euro wurden alleine 68 Operationen möglich. Im Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 wurden insgesamt 311 Operationen in Bolivien erfolgreich durchgeführt.


Neue Zahnstation für Mnero

HDZ unterstützt eines der wichtigsten Krankenhäuser in Süd-Tansania

Sep 2018: Das 1951 von Benediktinermissionaren gebaute Mnero-Hospital in eines der ältesten Krankenhäuser in Tansania und für mehr als 100.000 Menschen der einzige Zugang zu moderner medizinischer Hilfe im Süden des Landes. Das Hospital steht unter der Trägerschaft der Diözese Lindi und wurde zwischen Von 1986 bis 2008 von Ärzten geleitet, die der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) entsandte. Diese Ärzte gründeten 1994 eine kleine Stiftung "Solidarität Mnero", die dem Mnero-Spital bis heute finanziell zur Seite steht. Auf Wunsch der Diözese und des Krankenhauses werden seit 2016 wieder freiwillige Ärzte dorthin entsandt. Auch die Infrastruktur und Dienstleistungen wurden seither systematisch saniert und erheblich verbessert. Das HDZ unterstützt diese Entwicklung nun mit der Bereitstellung von finanziellen Mitteln in Höhe von rund 6.000€, die für den Kauf einer Zahnstation samt Zubehör benötigt werden. Im Laufe der nächsten Monate soll die Behandlungseinheit geliefert und in Betrieb genommen werden.


Asante Sana!

Die St. James Primary School freut sich über neue Schulbücher

August 2018:  Die St. James Primary School ist Teil des Mega-Projekts „Juja Farm“ in der kenianischen Industriestadt Thika. Es läuft bereits erfolgreich seit Jahren und umfasst viele einzelne Hilfsmaßnahmen. Hierzu zählten u.a. die Errichtung eines Ambulatoriums, eines Schwesternhauses für Ärzte und Schwestern und der St. James Primary-School in Juja mit Erweiterungsbau für rund 700 Schüler. Ziel des Projekts ist es, Flüchtlingskindern, Kriegs- und Aidswaisen schulische Bildung und eine medizinische Grundversorgung zu ermöglichen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Nun hat das HDZ einen weiteren „Baustein“ für den Projekterfolg gesetzt und neue Schulbücher geliefert. Die Freude über den Lese- und Lernstoff zu verschiedenen Themen war groß, wie das Dankesschreiben der Lehrerin, Martha Chilambo, zeigt. „Im Namen der gesamten Schule danken wir Ihnen herzlich für die Spende neuer Bücher. Sie werden einen großen Unterschied im Leben unserer Schüler machen, da sie nun in der Lage sind, dem Unterricht besser zu folgen“, so die Pädagogin. „Es war bisher für die Lehrer sehr schwierig, den Kindern den Lernstoff beizubringen und Hausaufgaben zu geben, da sich jede Klasse einige wenige Lehrbücher teilen musste. Die neuen Bücher werden uns helfen, unseren Schülern eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu bieten und das HDZ wird immer Teil dieser Erfolgsgeschichte sein.“

Dass der Bildungsstandard in den vergangenen 14 Jahren seit Bau der Schule stetig gewachsen ist, bestätigen aktuelle Zahlen des „Fortschrittsprotokolls des Kenia-Zertifikats für Grundschulbildung“ (K.C.P.E.).


Kampf gegen die Wassermassen

10.000 Euro Soforthilfe für Opfer des Dammbruchs in Laos

Juli 2018: Das HDZ ist dem Spendenaufruf des DRK gefolgt und hat nach dem verheerenden Dammbruch in Laos 10.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren. Das Laotische Rote Kreuz ist katastrophenerfahren und tut alles, um den Menschen in den betroffenen Gebieten nach dem Dammbruch zu helfen. Es hat sofort ausgebildete Rettungsteams in die Katastrophengebiete geschickt, um Überlebende zu evakuieren, von denen einige auf den Dächern ihrer Häuser festsaßen. Außerdem hat es Notfallgüter versandt, zunächst 200 Kleidungssets und 30 Deckensets. Die Helfer verteilten neben Kleidung auch Essen und Trinkwasser an zahlreiche Haushalte. Ettliche Tonnen Reis wurden bereitgestellt, die ebenfalls verteilt werden sollen ebenso wie Planen und Decken gegen die weiteren Regenfälle. Zur Sicherung sauberen Trinkwassers und zum Schutz vor Krankheitsausbrüchen werden neben Trinkwasser auch Wasseraufbereitungsanlagen aus den nahe gelegenen Provinzen Khammouane und Champasack entsandt. 


Ein sicheres Dach über dem Kopf

HDZ unterstützt Waisenhaus in Indien

Juli 2018: Das Don Bosco Waisenhaus im indischen Chullikara freut sich: Es bekommt dank der Unterstützung des HDZ eine Überdachung für die Terrasse des Gebäudes. Auf diese Weise entsteht ein zusätzlicher geschützter Raum, den die Betreuer dazu nutzen werden, um 80 bis 100 Jugendliche aus den Dörfern der Umgebung Abendunterricht zu geben. Auch die zahlreichen Waisen und Halbwaisen aus ärmsten Verhältnissen, die im Internat Don Bosco Chullikara leben, profitieren von der neuen Einrichtung. Ziel ist es, Ihnen Schutz und Bildung zu geben und zu verhindern, dass sie die Schule abbrechen. Nur so ist es möglich, den Kindern eine Perspektive zu geben und einen Weg aufzuzeigen, um aus dem Teufelskreis aus Armut und Kinderarbeit auszubrechen.


Für´s Leben lernen

Neue Ausstattung für Don Bosco Schule in Tirana

Juli 2018: Das HDZ hat rund 20.000€ an Fördermitteln für die Neuausstattung einer Don Bosco Schule im albanischen Tirana zur Verfügung gestellt. Durch den geplanten Kauf von 180 neuen Banken, 360 Stühlen, 12 Schreibtischen und 12 Schränken möchten den Helfer die Lernbedingungen in dem Ausbildungszentrum verbessern. Davon profitieren 300 Kinder, die das Gymnasium und die Berufsbildungsschule besuchen. Es handelt sich hierbei fast ausnahmslos um arme Kinder und Roma mit schwierigem familiärem Hintergrund, darunter viel Waisen, Halbwaisen und Jugendliche aus zerbrochenen Familien. Die meisten leben in den Armenvierteln Laprakë und Breglumasi in Tirana. Viele stammen aus Familien, die vom Land in die Hauptstadt gekommen sind, um bessere Lebensbedingungen und Arbeit zu finden – ein Traum, der meist an der Realität zerbricht. Was bleibt ist bittere Armut und ein täglicher, harter Überlebenskampf. Bildung ist daher der beste und oftmals einzige Weg, den die Kinder haben, um dem Teufelskreis irgendwann zu entgehen. Denn obwohl Albanien seit dem Ende des Kommunismus wirtschaftliche Fortschritte gemacht hat, bremsen noch immer Korruption und Armut die Entwicklung des Landes. Die Salesianer Don Boscos (Partnerorganisation des HDZ), sind seit 1994 in Albanien tätig und verfolgen das Ziel, soziale, kulturelle und schulische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen und zu fördern. So unterhält der Orden in Tirana ein Gymnasium, ein Berufsbildungszentrum sowie ein Oratorium und ein „Daily Center“. Da die Salesianer in Albanien sehr angesehen sind, übersteigen die Anmeldungen an ihren Schulen (leider) immer die verfügbaren Plätze. Die Familien wissen, dass die Salesianer den Kindern nicht „nur“ eine sehr gute fachliche Ausbildung geben – sie fördern auch die persönliche Entwicklung, in der Werte wie Verantwortung, Solidarität, Ehrlichkeit, Menschlichkeit und Professionalität eine prioritäre Rolle spielen.


Blinden Patienten das Augenlicht zurückgeben

HDZ ermöglicht Bau eines sterilen Raums für Kataraktoperationen in der Mabuhay Klinik

Juni 2018: Im November vergangenen Jahres erreichte ein erneuter Hilferuf aus dem philippinischen Bugko das HDZ: Ein bestehender Operationsraum sollte dringend erweitert werden, um den Ärzten ein sterileres Arbeiten zu ermöglichen und die Patienten vor Infektionen zu schützen. Hintergrund war, dass die Mabuhay Klinik einen Augenarzt gewinnen konnte, der Kataraktoperationen durchführen konnte, dazu aber einen sterilen Raum brauchte. In ganz Samar und Nord-Samar gab es sonst niemanden, der Erfahrung in diesen Eingriffen hatte und blinden Patienten ihr Sehvermögen zurückgeben konnte. Ein Augenoperationsmikroskop und die Geräte zur Diagnostik waren vorhanden, nur der Vorbereitungsraum fehlte noch. Da das HDZ den Auf- und Ausbau der Mabuhay Klinik seit Jahren unterstützt, verhallte der Hilferuf von Schwester Sabine Korth auch diesmal nicht ungehört. Im Juni 2018 waren die Anbaumaßnahmen an den bestehenden Operationsraum dann abgeschlossen und die Behandlungen konnten starten. Das Team von der Mabuhay Klinik ist überglücklich, dass sie den armen, mittellosen Menschen aus der Region nun weitere medizinische Leistungen anbieten können. Für die meisten Patienten ist das moderne ambulante Zentrum in Bugko die einzig mögliche Anlaufstelle, um eine medizinische Versorgung zu erhalten.

 


Lichter leuchten im Himalaya-Dorf Dibling

HDZ ermöglicht Inbetriebnahme einer neuen Solarstromanlage

Juni 2018: Wie bringt man Strom in ein Dorf, das zwischen 5000 Meter hohen Pässen im Himalaya liegt? Die Antwort lautet: mit viel Geduld, Flexibilität, Einfallsreichtum und Geld. Einen Teil der finanziellen Mittel für das ehrgeizige Projekt stellte das HDZ seiner Partnerorganisation „Ladakpartners“ zur Verfügung. Heute leuchten in Dibling Lampen in den Häusern von rund 100 Menschen.

 

Bereits 2014 hat die indische Regierung damit begonnen, in den Dörfern der Region Ladakh kleine Solaranlagen zu errichten, um der Bevölkerung Zugang zu elektrischem Strom zu verschaffen. Mit finanzieller Hilfe des HDZ gelang es, innerhalb von 3 Monaten auf der Amchiklinik und dem Schulhostel im Ort Lingshed Solaranlagen zu installieren, die bis heute Strom produzieren. Der Strom beleuchtet aber nicht nur die Räume, sondern hält auch PCs, Satellitenanlagen und eine kleine Zahnarzteinheit am Laufen. Doch das Licht zu den Menschen zu bringen, gestaltete sich schwieriger als erwartet, da es kaum geeignete Transportwege gibt, um die Bauteile in die entlegenen Dörfer zu transportieren. Während es in dem Ort Lingshed noch möglich war, den Weg mit einem kleinen LKW und Pack-Pferden zurückzulegen, gab es diese Möglichkeit in Dibling nicht. Das Dorf liegt eingebettet zwischen 5000 Meter hohen Gebirgspässen. Um es zu erreichen, müssen mehrere Wasserläufe überquert und lange gefährliche Wegstrecken bewältigt werden. 2015 gelang es, ein kleines Haus zu errichten, in dem die Akkus und Solarpaneele untergebracht werden sollten. Doch dann stockte das Projekt. Es fehlt Geld, um die schweren Masten nach Dibling zu transportieren. Das HDZ machte dies mit einer Spende von 3.000€ möglich. Ein Jahr später gelang es dann auch, die Erdkabel an seinen Zielort zu befördern und mithilfe der Dorfbevölkerung so zu verlegen, dass sie nicht durch Steine beschädigt werden konnten. Jedes Haus erhielt dann zwei Lampenfassungen mit entsprechenden Solarbirnen. Nun fehlte nur noch der Inverter für die Inbetriebnahme. Doch bis für ihn eine Transportlösung – ein Helikopter – gefunden worden war, vergingen nochmals fast zwei Jahre. Im April 2018 war es dann endlich soweit und Dibling hatte Strom. Für die Menschen im Himalaya ist die Solaranlage viel mehr als eine Lichtquelle – sie ist ein Stück Lebensqualität.

 


Deutsche Tugenden für Vietnam

Persönliche Eindrücke aus dem Leben und Arbeiten von Francis van Hoi in Vietnam

April 2018: Benjamin Bathke ist Stipendiat der nordrhein-westfälischen Heinz-Kühn-Stiftung zur Förderung junger Journalisten. Er besuchte kürzlich die Gastronomieschule „An Rê Mai Sen“ von Francis van Hoi in Vietnam zusammen mit einer 13-köpfigen Reisegruppe der Freundschaftsgesellschaft Vietnam. Seine Eindrücke publizierte er im Heinz-Kühn-Blog am 27. Februar 2018.
Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Bericht.

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Neues Fahrzeug für die Straßenkinderarbeit in Indien

Mehr Sicherheit und Mobilität dank HDZ

April 2018: Das HDZ hat durch die finanzielle Unterstützung in Höhe von 13.210 Euro den Erwerb eines Fahrzeuges für die Straßenkinderarbeit der Salesianer Don Boscos in Thiruvanathapuram im indischen Kerala ermöglicht. Das neue Fahrzeug – ein Mahindra Bolero Micro Hybrid BS4 wird von den Sozialarbeitern für ihre täglichen Fahrten durch die Stadt und an den Stadtrand genutzt, um einschlägige Plätze und bekannte Aufenthaltsorte von Straßenkinder aufzusuchen und mit ihnen in Kontakt zu kommen. Zudem bieten die Salesianer einen 24-Stunden-Notruf an, den Kinder in Not kostenlos anrufen können, um sich beraten zu lassen. Wenn notwendig fahren die Salesianer dann auch direkt zu den Kindern, um ihnen zu helfen. Schutzlose Kinder werden aufgegriffen und in ein Don Bosco Heim gebracht. Das neue Fahrzeug wird zudem für den Transport von Lebensmitteln und Medikamenten für die Straßenkinder eingesetzt. Auch zu Arztbesuchen, Terminen beim Jugendamt, oder dem Besuch eines Straßenkinderprogramms können die Kinder jetzt gefahren werden. Ebenso leistet der Wagen bei der Durchführung von Bildungsmaßnahmen in ärmeren Stadtvierteln gute Dienste. Die Don Bosco Mission erreicht mit ihren Aktionen rund 300 bis 400 Straßenkinder jährlich. Viele von ihnen kommen aus ärmeren ländlichen Regionen nach Thiruvanathapuram und erhoffen sich ein besseres Leben in der Stadt. Doch die Realität sieht meist anders aus: das Leben auf der Straße wird zu einem täglichen Überlebenskampf. Viele Kinder sind ohne den Schutz ihrer Eltern und ohne ein Zuhause ganz auf sich alleine gestellt und zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Sie zu schützen, ist Ziel der Mission und des HDZ.


Mit Zahnbürsten und Zahnpasta die Mundhygiene fördern

Dr. Thomas Schliermann zu Gast an der Don Bosco Schule für Straßenkinder in Medellin

März 2018: Welche große Wirkung oft kleine Gaben haben, macht ein Beispiel aus Kolumbien deutlich. Das HDZ hatte dem Kinderarzt, Dr. Thomas Schliermann Zahnbürsten, Zahnpasten und ein Zahndemomodell mit auf seine 10-tägige Reise nach Medellin gegeben. Er wollte dort als Kinderarzt den ersten „Gesundheitskurs“ im Rahmen des straßenpädagogischen Projektes „Patio 13“ an der Don Bosco Schule für Straßenkinder abhalten. Tausende von Straßenkindern jeden Alters leben in der für Drogenkartelle, Armut und Kriminalität berüchtigten Stadt. Dr. Schliermann hatte sich auf den weiten Weg nach Lateinamerika gemacht, um junge kolumbianische Lehramtsstudenten und -Studentinnen über Gesundheitsthemen zu unterrichten, die für Straßenkinder lebensdienlich und relevant sind. Hierzu zählen auch die Zahnpflege und orale Prävention, denn die Kids auf der Straße haben keine Chance, einen Zahnarzt aufzusuchen. Als sehr engagiert, lebhaft, kontaktfreudig und lebendig erlebte der deutsche Kinderarzt die Straßenkinder, wie er nach seiner Rückkehr berichtet. Und das, obwohl sie fernab jeglicher staatlichen Gesundheitsversorgung in teilweise prekären, gesellschaftlich ausgegrenzten Randbedingungen leben müssen. Dass die „deutsche Ware“ (Zahnbürsten und Zahnpasta) heiß begehrt war, zeigen die Fotos. Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmerinnen, Kinder und Schwestern Don Boscos wird der Kurs künftig regelmäßig zu jedem Semester wiederholt und mit praktischen Erfahrungen weiter entwickelt werden. Auf diese Weise soll das Thema Zahnhygiene ein fester Bestandteil der Straßenpädagogik werden. Bereits im April 2018 startet der nächste Kurs, nicht nur in Medellin, sondern auch eine andere Schule gleicher Don Bosco-Konzeption im Norden Kolumbiens hat bereits Interesse bekundet.


Ohne Ihre Hilfe geht es nicht!

Spendenaufruf an alle Zahnärztinnen und Zahnärzte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die meisten von Ihnen kennen die (Zahn-)Altgoldsammel-Aktion und unsere weltweiten Förderprojekte schon lange. Ohne Ihre Spenden und die Ihrer Patienten wären unsere Erfolge unmöglich gewesen. Dafür gebührt Ihnen ein herzliches DANKESCHÖN!

In der Vorweihnachtszeit möchten wir Sie dennoch bitten: Unterstützen Sie die Arbeit des HDZ auch weiterhin mit einer Geld- oder Altgoldspende, um die Situation von benachteiligten Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zu verbessern.

Unsere Vorteile: Das HDZ ist steuerbefreit, professionell und schlank aufgestellt. Damit trägt Ihre Spende direkt dazu bei, die Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen, Waisen, Erkrankten und Flüchtlingen zu verbessern. 

Aus den Erfahrungen einer 30-jährigen Entwicklungsarbeit wissen wir, wo es fehlt:

Bereits mit kleinen Geldbeträgen können Sie in den armen Ländern dieser Welt schon viel bewirken: Schulmaterial für ein Kind ist in Kenia z.B. für zehn Euro zu haben – für viele Familien dort unerschwinglich. Größere Beträge eröffnen neue Perspektiven: Für einige Tausend Euro kann das HDZ eine ganze Schule, ein Waisenhaus, ein Gesundheitszentrum, oder Zahnstationen bauen.

Das HDZ möchte als helfende Einrichtung unseres Berufsstandes auch in Zukunft ein Teil der Lösung sein. Im Namen des HDZ-Kuratoriums und vor allem aller Hilfsbedürftigen bedanken wir uns schon jetzt für Ihre Unterstützung.


Schützendes Dach für die Patienten

Anbau im Medical Health Center auf den Philippinen fertiggestellt

 Und wieder konnte ein Projekt erfolgreich abgeschlossen werden – diesmal im Medical Health Center in Bugko auf den Philippinen, das ebenfalls mit Unterstützung des HDZ

entstanden ist. Es handelt es sich um den Bau einer geschützten Wartezone für Patienten. Seit dem 23. Oktober hat die Klinik nun ein wunderbares Schutzdach, das zugleich verschiedene Klinikbereiche miteinander verbindet. Die Patienten freuen sich. „Diese Wartezone war wirklich nötig, da immer mehr Patienten zu uns kommen, die teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen“, schreibt Krankenschwester Sabine Korth in einem Dankesbrief. Der Anbau ist trotz Bauzeitverlängerung noch rechtzeitig vor dem Beginn der Regenzeit fertig geworden. „Dem Hilfswerk gehört wieder einmal unser Dank. Wenn wir Hilfe brauchen, seit Ihr für uns da. Manches können wir alleine schaffen, aber leider noch nicht alles, daher DANKE, DANKE! Hilfe zur Selbsthilfe bleibt auch weiterhin unser Programm", so Sabine Korth.


Fünf Tonnen zahnmedizinisches Equipment in die Karibik versandt

Gelungene Zusammenarbeit zwischen HDZ, DIANO und HALLE HILFT ­HAITI

Es war wieder einmal eine logistische und organisatorische Herausforderung:  Fünf Tonnen zahnmedizinisches „Second-Hand-Equipment“ für Universitätszahnkliniken auf Haiti, Jamaika, Kuba sowie der Dominikanischen Republik, verließ Deutschland vor wenigen Wochen in Richtung Karibik – verpackt auf 11 Paletten und 55 Koffer. Ein Großteil davon stammte aus Spendensammlungen des HDZ. So wurden u.a. zwei komplette Behandlungseinheiten aus ehemaligen Bundeswehrbeständen verschickt – außerdem Röntgengeräte, Sterilisatoren, Absauganlagen, Röntgenentwickler, Kompressor, UV-Lampen und umfangreiche zahntechnische Gerätschaften. In der Karibik wurden die Hilfsgüter bereits sehnsüchtig erwartet. Das HDZ kooperierte bei diesem Projekt mit der Organisation DIANO (Dental International Aid Network) und der Initiative „Halle hilft Haiti“. Gemeinsam leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Förderung der Ausbildung von Zahnärztinnen, Zahnärzten und Zahntechnikern vor Ort, denn in den Karibikstaaten ist die Diskrepanz zwischen Ausbildungsqualität und Materialausstattung groß. So gibt es z.B. in Jamaika generell kaum Zahnärzte, da der Großteil der Behandlungen von „Dental Nurses“ übernommen wird. In der Dominikanischen Republik ist dagegen die Verteilung der zahnärztlichen Praxen im Lande besonders extrem. Während in den Städten mittlerweile eine gewisse Zahnarztdichte existiert, fehlen Ärzte und Zahnärzten in den Bergregionen fast gänzlich. Wieder anders sieht es in Haiti aus:  Hier ist sogar die Zahnklinik in der Hauptstadt Port au Prince schlecht ausgestattet und es fehlen ambulante Behandlungszentren und mobile Stationen für den Einsatz in entlegenen Regionen. Mit dem Projekt unterstützen die Hilfsorganisationen aber nicht nur Zahnmediziner in der Karibik, sie schaffen auch Einsatzmöglichkeiten für Volontäre aus Deutschland, die sich im Rahmen einer Freiwilligenmission einbringen und ihren Horizont erweitern möchten. Dazu zählen Studierende ebenso wie Zahnärztinnen und Zahnärzte aller Altersstufen, aber auch Branchenfremde, die sich mit der Zahnmedizin verbunden fühlen.


Junge Flüchtlinge brauchen eine Perspektive

HDZ unterstützt AsA-Projekt „Deutsch plus“

 Der Verein „Ausbildung statt Abschiebung e.V.“ – kurz AsA – wurde im Jahr 2001 als gemeinnütziger Verein in Bonn gegründet. Sein Ziel: Jungen Flüchtlingen eine Anlaufstelle bieten, wo sie sich frei äußern, weiterbilden und sich als Teil der deutschen Gesellschaft erleben können. Am 15. September feiert AsA sein 15-jähriges Bestehen! Das HDZ unterstützt die Arbeit von AsA mit Spenden, z.B. für das aktuelle Projekt „Deutsch plus“.  Danach erhalten junge Flüchtlinge zeitnah nach ihrer Ankunft in Deutschkurs einen Sprachkurs und nehmen gleichzeitig an ersten beruflichen Orientierungsangeboten teil. Erst kürzlich konnte sich eine weitere Gruppe junger Geflüchteter zwischen 16 und 24 Jahren über den erfolgreichen Abschluss ihrer Kurse freuen.  Das Projekt „Deutsch plus“ trägt dazu bei, Flüchtlingen sprachliche und berufliche Schlüsselkompetenzen zu vermitteln. Es hilft auch bei der Strukturierung des Alltags und stärkt die emotionale Stabilität der jungen Menschen gerade in der schwierigen Anfangszeit in Deutschland. Über den Spracherwerb hinaus bekommen die Jugendlichen durch Werkarbeiten und Besuche verschiedener Betriebe einen Einblick in das Arbeitsleben in Deutschland. Alles zusammen führt dazu, dass sie einen leichteren Einstieg in das Leben in Deutschland finden und ihre Ausbildungsfähigkeit erhöht wird. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil die Lebensperspektiven jugendlicher, insbesondere unbegleiteter Flüchtlinge in Deutschland nach wie vor unbefriedigend sind, denn sie haben praktisch keine Chance, einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu erhalten. Der ungesicherte Aufenthalt in Verbindung mit den derzeit geltenden Arbeitsbeschränkungen macht es fast unmöglich, einen Ausbildungsplatz zu finden und einen sinnvollen Alltag zu erleben. Jede berufliche Perspektive ist ihnen verbaut. Dabei gibt gerade der Abschluss einer qualifizierten Ausbildung den jungen Menschen eine Zukunftsperspektive, sei es in Deutschland oder nach einer möglichen Rückkehr in das Herkunftsland.  


Mit Bildung gegen Diskriminierung und Kinderehen

Erweiterung des Mädchenhostels in Kadambur, Tamil Nadu (Indien)

Im ländlichen Indien haben Frauen es schwer. Von denjenigen, die überhaupt das Glück haben, auf eine Schule gehen zu dürfen, verlassen rund 40% diese vor Beginn der fünften Klasse. Schulbesuch und Berufsausbildung werden speziell von Eltern aus armen Schichten oft als unnötig angesehen. Dies hat zur Folge, dass nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen der Alphabetisierungsrate der Männer (82%) und Frauen (65%) besteht. Das HDZ unterstützt daher den Ausbau des Mädchenhostels der Salesianer Don Boscos in Kadambur (Tamil Nadu). Hier finden Mädchen aus analphabetischen Tagelöhnerfamilien ein liebevolles Zuhause und erhalten eine qualifizierte Schulbildung – der Grundstein, um der Armut sowie einer möglichen Kinderehe zu entkommen und die Chance auf ein besseres Leben zu haben. Durch die Schulbildung der Mädchen steigen langfristig auch die Standards für Ernährung, Hygiene und Gesundheit in den Dörfern und es gibt mehr Initiativen zur Schaffung von Einkommen. Mädchen mit abgeschlossener Bildung heiraten meist erst nachdem sie einen Beruf erlernt haben und bekommen weniger Kinder. Zwei Mädchen aus dem Mädchenhostel von Kadambur berichten über ihre Erfahrungen…

 ***

„Mein Name ist T. Veeramani. Ich besuche die 9. Klasse. Ich komme aus Thinnaiyur. Meine Eltern sind beide in der Landwirtschaft tätig. Wir leben in großer Armut. Ich habe einen jüngeren Bruder, der in die 6. Klasse geht. Mein Dorf besteht aus rund 100 Familien. Es gibt nur ein einziges Betonhaus, alle anderen Häuser bestehen aus Lehm und Stroh. Es gibt einen Bus, der morgens und abends einmal fährt. Das nächste Krankenhaus ist 5km entfernt. Drogen- und Alkoholmissbrauch sind verbreitet. In meinem Dorf bestimmen viele Männer über Frauen. Nur sehr wenige Mädchen besuchen eine Schule und können lesen oder schreiben. Es gibt immer noch Kinderhochzeiten, die im Geheimen stattfinden. Ich bin sehr glücklich darüber, im Don Bosco Mädchenhostel zu leben. Ich bin sehr dankbar, dass ich dort leben kann und zur Schule gehen kann. In meiner Freizeit spiele ich sehr gerne Kricket. Später möchte ich einmal Ärztin werden.“

 ***

„Ich heiße P. Gayathri und besuche die 11. Klasse. Ich komme aus einem Dorf namens Sujilkarai. Meine Eltern sind Tagelöhner. Ich habe zwei ältere Schwestern und eine jüngere Schwester. In meinem Dorf leben circa 150 Familien. Es besteht ein großer Mangel an sauberem Trinkwasser, einem Krankenhaus, sanitären Anlagen und einem Friedhof. Es gibt eine Dorfschule, die bis zur 8. Klasse geht. Nur eine Person aus meinem Dorf besucht eine weiterführende Schule. Aufgrund von fehlenden öffentlichen Verkehrsmitteln ist es für uns sehr schwierig, regelmäßig Schulen in der Umgebung zu besuchen. Das nächste Krankenhaus befindet sich in 20km Entfernung. Im Dorf benutzen wir abends Kerzen, um unsere Hausaufgaben zu machen und zu lernen. Viele Kinder brechen die Schule frühzeitig ab. Das Bewusstsein über Bildung und Hygiene ist sehr gering. Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass ich in dem Hostel leben und weiter zur Schule gehen kann. In meiner Freizeit spiele und tanze ich gerne. Es ist mein Ziel, Lehrerin zu werden.“


Eine Kochschule, die Schule machen könnte....

Duales Konzept nach deutschem Vorbild geht auf - erste Absolventen von Francis van Hoi starten ins Berufsleben

Update-Projektbericht von Dr. Klaus Winter:
„Gerade bei Projekten, die viel Spendengeld verschlingen, sehe ich es als meine Aufgabean, durch aktuelle Berichte Rechenschaft abzugeben, welche Fortschritte dort gemacht werden. Ein solches Beispiel ist die Kochschule von Francis van Hoi in Vietnam. Lebhaft dabei zu sein, wie die ersten Prüfungen abgenommen werden; zu sehen, dass durch die Erweiterung der Schulküche jetzt 120 Azubis dort untergebracht sind; sich mit diesen auszutauschen und deren Zukunft zu besprechen…all das war die lange Reise nach Vietnam wert.“

 

Angefangen hat alles vor 5 Jahren mit einer Vision: „Ich werde ein Berufsausbildungszentrum nach dem deutschen dualen System für benachteiligte Jugendliche mit den Fachrichtungen Koch/Köchin und Restaurantfachkraft eröffnen,“ sagte damals Francis van Hoi und ging nach 34 erfolgreichen Jahren als Koch in Deutschland zurück nach Vietnam. Er stammt aus einer bitterarmen katholischen Familie mit 9 Geschwistern. Als Kind lebte er in einem Waisenheim in Vietnam. Dort hatte er die Chance, Abitur und später in Deutschland seinen Meister zu machen. Was der einstige Vietnamflüchtling in Deutschland gut fand, bietet er jetzt in Vietnam für die Jugendlichen an: Ein duales Ausbildungssystem nach deutschem Vorbild. Zuerst war es nicht leicht, Ausbildungsplätze zu schaffen. Doch heute, nach drei Jahren Vorbereitungszeit, läuft es sehr erfolgreich: 5-Sterne-Hotels in Saigon reißen sich um seine Azubis. Die finanzielle Unterstützung für den Start der Schule bekam er überwiegend vom HDZ. Aber die Schule dauerhaft zu betreiben, gestaltet sich schwierig, da die meisten Lehrlinge aus ärmsten Verhältnissen stammen. Dort herrscht noch die Familientradition: "3 Generationen unter einem Dach, viele Kinder und wenig Reis". Die Chance auf eine Ausbildung haben die wenigsten. Ein Leben als Hilfsarbeiter ist vorprogrammiert. „Seine Kinder“ - wie Francis van Hoi die Kochschüler nennt - bekommen dagegen die Chance, aus dem Teufelskreis auszubrechen und mit einer abgeschossenen Ausbildung ins Leben zu starten. Um sich über die Entwicklungen dieses großartigen Projekts zu informieren, reiste Dr. Klaus Winter kürzlich erneut nach Vietnam, um u.a. der schriftlichen Prüfung des ersten Ausbildungsjahrgangs beizuwohnen. Außerdem übergab er eine weitere vom HDZ finanzierte Ausbildungsküche an Francis van Hoi. Bald kommt auch noch die neuwertige Brötchenpresse aus Deutschland, die dazubeitragen wird, die Unterhaltskosten der Schule durch den Brötchenverkauf zu senken. Inzwischen werden fast 120 junge Leute zu Köchen/innen sowie Restaurantfachkräften ausgebildet. Unter den 27 Absolventen des ersten Jahrgangs hat Francis an Hoi bereits drei auserwählt, die später einmal nach seinem Vorbild die Schule weiter führen werden.


Sicher zur Schule und zurück

HDZ ermöglicht Kauf eines Schulbusses für die English Medium Mittelschule im indischen Kelmbet

Juni 2017: Mit 26.000 Euro hat das HDZ den Erwerb eines Schulbusses mit 42 Sitzen der Firma SML ISUZU für eine Mittelschule im indischen Kelmbet ermöglicht. Der neu erworbene Schulbus holt morgens die Kinder von Zuhause ab und befördert sie abends wieder nach Hause. Insgesamt stehen täglich zwei Hin- und zwei Rückfahrten auf dem Plan. Der Fahrer wird außerdem in der freien Zeit im Schulbüro aushelfen, so dass er eine Vollzeitstelle besetzt, die auch seine Existenz sichert. Zielgruppe des Projektes sind über 300 Jungen und Mädchen im schulpflichtigen Alter aus den umliegenden Dörfern, die bis zu 15 km von der Don Bosco Schule entfernt sind. Für die Schüler ist es nicht möglich, die Schule zu Fuß oder mit anderen Transportmitteln zu erreichen. Es besteht daher die Gefahr, dass besonders Mädchen von ihren Eltern nicht zur Schule geschickt werden, wenn keine Transportmöglichkeiten zu Verfügung stehen. Dem möchte das HDZ und die Don Bosco Mission vorbeugen. Der kleine Ort Kelmbet wird von Menschen bevölkert, die in größtenteils in der Landwirtschaft als Arbeiter tätig sind und selbst kein Land besitzen. Aufgrund ihres geringen Einkommens ist es schwierig für die Arbeiter, ihre Familien zu ernähren, geschweige denn, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren. Diesen Kindern gilt das Angebot der „Little Flower Primary School“ und der English Medium Mittelschule. Es ist in der Region einzigartig. Im Jahre 2010 wurde vom HDZ ein Erweiterungsbau für die Schule in Kelmbet finanziert. Es gibt nun sieben Klassenräume und ein Schulabschluss nach der 7. Klasse ist möglich. Die Salesianer achten dabei darauf, dass nicht nur rein kognitive Lernziele erreicht werden, sondern dass die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen und ihre Talente, seien sie intellektuell, sportlich oder musisch, gefördert werden. 


Aus Göttingen in die Welt – 30 Jahre Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte

Rückblick auf eine gelungene Festveranstaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mai 2017: Frühling in Berlin und im Herzen. Ein Festtag für die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ). Am Freitag, 12. Mai, lud das HDZ in die Diakonie in Berlin ein. Symbolischer Ort. Gelöste Stimmung.120 Gäste. So gar nicht „Festveranstaltung“. Es wurde viel gelacht. Schecks wechselten den Besitzer. Afrikanische Livemusik sorgte für Stimmung. Und am Ende überrollten afrikanische Ehren zwei Zahnärzte. Wir danken an dieser Stelle nochmals allen Kollegen, Freunden, Firmen, Unterstützern und Weggefährten, aber auch den Partnerorganisationen, die an diesem Tag mit uns gefeiert haben. Auf dass die nächsten 30 Jahren ebenso erfolgreich werden! Ausführliche Berichte über die Veranstaltung finden Sie in unserem Pressespiegel.


Die letzten Vorräte der Menschen im Südsudan sind aufgebraucht!

HDZ unterstützt Don Bosco Nothilfe mit 15.000 Euro

April 2017: Hunderttausende Menschen im Südsudan sind vom Hungertod bedroht. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) könnten bis zum Sommer 2017 rund 5.5 Millionen Menschen akut davon betroffen sein. Die HDZ-Partnerorganisation Don Bosco versucht unter schwierigsten Bedingungen eine medizinische Grundversorgung aufrecht zu erhalten und versorgt eine steigende Zahl von unterernährten und kranken Menschen in ihren Camps. Das HDZ hat zur Unterstützung eine Sofortspende in Höhe von 15.000 € bereitgestellt. Weitere Hilfe wird dringend benötigt!

Bitte spenden Sie!


Mit Schulbildung gegen Kinderarbeit

HDZ beteiligt sich an Finanzierung eines Jugend-Reha-Zentrums im indischen Yagdir

Die Kleinstadt Yadgir liegt 490km nördlich von Bangalore. In der Region ist Kinderarbeit weit verbreitet. Zahlreiche Kinder unter 16 Jahren schuften für wenige Rupien am Tag in schweren, teilweise gefährlichen Jobs, anstelle eine Schule zu besuchen. Auch die Anzahl von Schulabbrechern ist hoch. Ohne Schulabschluss haben die Kinder keine Chance, dem Teufelskreis aus Billiglohnarbeit jemals zu entkommen. Die Don Bosco Mission hat sich daher entschlossen, mit Unterstützung des HDZ und einer weiteren Hilfsorganisation, ein Rehabilitationszentrum für ehemalige Kinderarbeiter sowie Waisen und Halbwaisenkinder zu bauen, in dem bis zu 100 Kinder unterrichtet werden können. Ziel ist es, die Kinder durch individuelle Brückenkurse wieder auf ein Lernniveau zu bringen, das ihrem Alter entspricht und sie anschließend wieder in den regulären staatlichen Schulbetrieb zu integrieren. Auch Sport und Spiele sind Bestandteile des pädagogischen Don Bosco Konzeptes, das vorsieht, Kinder ganzheitlich zu fördern, damit sie zu Persönlichkeiten heranreifen, die ein selbstbestimmtes Leben in sozialer Verantwortung gestalten können. Die Bauarbeiten begannen im Juli 2015 und wurden im Januar 2017 erfolgreich abgeschlossen. Das neue Reha-Zentrum besteht aus Speisesaal, Küche, drei Klassenzimmern sowie einem großen Schlafsaal und Toilettenräumen. Ein zusätzliches drittes Stockwerk konnte durch lokales Fundraising ebenfalls noch realisiert werden. Dadurch ist es künftig möglich, noch mehr Kinder zu betreuen und ihnen eine Zukunftsperspektive zu geben.


Gesunde Zähne und eine gute Ausbildung

Lycée Schorge - Gymnasium in Burkina Faso erhält HDZ-Zahnstation

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Schulsystem ist in einem erbärmlichen Zustand, die Alphabetisierungsrate ist entsprechend niedrig. 2013 initiierte das Stern Stewart Institute, München, das Schulprojekt „Lycee Schorge.“ 350 Schüler und Schülerinnen haben

seither die Möglichkeit, einen Schulabschluss zu machen, um später einmal ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen und ihre Familien unterstützen zu können. Mit dem zahnärztlichen Prophylaxe-Projekt "Schorge Smile" sollte bei den Jugendlichen zudem ein Bewusstsein für Mundhygiene und Zahnpflege geweckt werden. Im Februar 2016 schulten der Biologielehrer Baslayi Tindano und Zahnarzt Dr. Mark Sebastian aus München die Schüler erstmals in häuslicher Zahnreinigung. Seitdem putzt jeder Schüler täglich nach dem Mittagessen seine Zähne mit Hilfe von Zahnbürste, Zahnseide und Zahnhölzern. Die umweltverträglichen Bambus-Zahnbürsten werden von der Organisation "Humble Smile Foundation" gespendet, die umweltfreundlichen Zahntabletten stiftete „Denttabs“. Im August 2016 spendete das HDZ dann noch eine kompletten zahnärztliche Behandlungseinheit einschließlich Kompressor, Saugmaschine und Röntgen-Gerät an die Schule, die von zwei Monteuren installiert und in Betrieb genommen wurde. Zum Schulbeginn im Herbst 2016 lernte Dr. Sebastian die Krankenschwester Hélène als zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentin an. Gemeinsam untersuchten und behandelten sie dann die ersten 50 Schüler. 90% litten unter teilweise schweren Zahnfleischproblemen, 10% zeigten zusätzlich einen starken Kariesbefall. Schwester Hélène führt jetzt täglich klassenweise eine zahnärztliche Prophylaxe-Reinigung durch. Das Programm kommt bei den Jugendlichen gut an. Künftig wird zweimal im Jahr für einige Wochen ein Zahnarzt aus Deutschland kommen, um Karies zu beseitigen und Füllungen zu legen. Auf diese Weise starten die Jugendlichen nach der Schulzeit nicht nur mit guten Perspektiven ins Leben, sondern auch mit guten Zähnen.


"Wir liegen mit beiden Knien auf der Erde, aber wir werden wieder aufstehen"

Zyklon ENAWO trifft mit voller Wucht auf Madagaskar: HDZ-Projekte teilweise verwüstet

März 2017: Seit Jahren unterstützt das HDZ die Lepradörfer Belfort und Jules in Madagaskar. Die Stiftung hat auch den Bau einer Schule und eines Kindergartens ermöglicht sowie die Wasserversorgung und Solaranlage des Dorfes mitfinanziert. Jetzt hat eine neue Naturkatastrophe den bitterarmen Inselstaat heimgesucht: weitaus unbemerkt von deutschen Medien fegte der Zyklon ENAWO mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 270 Km/h über das Land und verwüstete Häuser, Hütten, Felder und Erntevorräte. Es war nicht der erste Zyklon, den die Projektmitarbeiter vor Ort erleben mussten, aber der stärkste. Die Bilanz: In den Lepradörfern wurden Dächer und Gebäude beschädigt, viele Hütten und der Kindergarten völlig zerstört. Die Wassertürme sowie die Wasserversorgung der Schule und der beiden Dörfer sind unterbrochen. Die Brunnen müssen gereinigt werden. Die Solaranlage und elektrischen Installationen sowie die Solarpumpen sind ebenfalls beschädigt. Insgesamt werden kurzfristig rund 20.000 € an Soforthilfe benötigt, die das HDZ sofort bereitstellen wird, damit die Aussage des Bürgermeisters auch wahr werden kann, der unmittelbar nach der Katastrophe sagte: „Wir liegen mit beiden Knien auf der Erde, aber wir werden wieder aufstehen!“


Mobile Gesundheitsstation bringt medizinische Versorgung in die Indio-Dörfer

Gemeinschaftsprojekt von HDZ und DRK in Kolumbien

Das Friedensabkommen zwischen der Regierung Kolumbiens und den ehemaligen Rebellen schenkt uns Hoffnung, dass sich das Leben der Menschen in Kolumbien bald verbessern kann. Denn viele Jahre hatten Gewalt und Armut den Alltag der Kolumbianer geprägt. Die öffentliche Gesundheitsversorgung im Departement Chocó zum Beispiel ist völlig unzureichend. Durch das verschmutze Wasser in den Dörfern leiden Kinder besonders häufig unter Parasiten und Durchfall. Viele kleine Mädchen und Jungen haben Mangelerscheinungen durch zu geringe oder unzureichende Ernährung, was zu Wachstumsstörungen bei den Kindern führt. Karies ist bei vielen Kindern ein Problem und die einseitige Ernährung verursacht Zahnfleischerkrankungen. Deshalb setzt das DRK gemeinsam mit dem Kolumbianischen Roten Kreuz und Unterstützung des HDZ mobile Gesundheitsteams ein. In jedem Departement kümmert sich ein mobiles Team aus zwei Ärzten, einem Zahnarzt sowie anderen medizinischen Experten um die allgemeinärztliche Behandlung. Das Angebot umfasst auch die Betreuung von Schwangeren und eine Ernährungsberatung. Die Fachleute und Ärzte arbeiten unter schwierigen Rahmenbedingungen und mit begrenzten Möglichkeiten eines mobilen Gesundheitsteams – aber es ist vor allem für die Indio-Dörfer die einzig medizinische Hilfe, die verfügbar ist. Die Fachleute helfen nicht nur mit  (zahn-)medizinischer Versorgung. Sie führen auch regelmäßig Wachstumskontrollen durch und beraten Eltern zum Thema ausgewogene und gesunde Ernährung der Kinder. In kindgerechten Workshops wird den Mädchen und Jungen gezeigt, wie sie richtig ihre Zähne putzen und durch eine gute Pflege Zahnschmerzen und Karies verhindern können. Die Kinder erhalten kostenlos ein Zahnpflegepaket aus Zahnbürsten, Zahnpasta und Zahnseide, das für mehrere Monate reicht.


Weitere Spenden sind dringend erforderlich!

HDZ unterstützt Gastronomiefachschule in Vietnam bei der Ausbildung von Straßenkindern mit Handicap

In Vietnam kommen überdurchschnittlich viele Kinder mit Behinderung zur Welt. Dies ist eine Folge des Chemiewaffeneinsatzes Agent Orange, den die USA vor 50 Jahren in Vietnam startete. Schätzungen zufolge sind 1,7 Millionen Kinder unter 18 Jahren behindert. In einigen Fällen erkranken die Betroffenen erst als Jugendliche und müssen plötzlich mit einer Behinderung leben. "Diese Kinder haben ein schweres Schicksal“, sagt Francis van Hoi, der sich seit 2005 für junge Menschen mit Behinderung in Vietnam einsetzt. „Ein Handicap wird in der Bevölkerung immer noch als Strafe Gottes angesehen. Die Menschen glauben, dass diese Kinder Unglück bringen“, erzählt er. „Viele werden deshalb von ihren Familien verstoßen und landen auf der Straße". Die Jungen und Mädchen schließen sich dann in Gruppen zusammen. Einen Schutz bietet das allerdings nicht. Sie sind völlig wehrlos, werden vergewaltigt, als Kinderarbeiter missbraucht, oder als Prostituierte verkauft - viele Mädchen werden sogar schwanger. „Damit beginnt sich die Spirale aus Armut und Gewalt weiter zu drehen und das Elend nimmt seinen Lauf“ betont der Vietnamese, der in München jahrelang als Koch und Gastronom tätig war. Daher unterstützt er gemeinsam mit dem HDZ und den Salesianern Don Boscos verschiedene Hilfsprojekte, darunter Jugendzentren, Pastoral- und Sozialzentren, weiterführende Schulen und Berufsbildungszentren. Auch an der von ihm gegründeten Gastronomieschule in Ho Chi Minh City, in der derzeit 110 Jugendliche ausgebildet werden, gibt es Jungen und Mädchen mit Behinderungen eine Chance. Die berufliche Qualifikation wird ihnen später helfen, ein eigenständiges Leben zu führen. Die Aussichten, dass sie nach der Ausbildung in ein festes Anstellungsverhältnis in einem Hotel oder Restaurant übernommen werden, sind gut, da in Vietnam ein großer Fachkräftemangel herrscht. „Kinder holt man nur von der Straße, indem man ihnen Perspektiven bietet. Die Gastronomie eröffnet hier viele Möglichkeiten“, so Francis van Hoi. Dieser Meinung ist auch das HDZ und möchte daher dieses sinnvolle Projekt gerne auch weiterhin unterstützen. Dr. Klaus Winter bittet daher dringend um Spenden für die Gastronomiefachschule in Vietnam.


"Es hat wieder die Ärmsten der Armen getroffen"

HDZ-Partner Jürgen Schmitt über seine Eindrücke von Haiti nach dem Wirbelsturm

Jürgen Schmitt, Vorsitzender des Taubertäler Hilfsgemeinschaft e.V. ist ein langjähriger Partner des HDZ und Mitunterstützer eines Schulprojekts in Haiti. Vor wenigen Tagen kehrte er von seiner Projektreise nach Haiti zurück und berichtet nun von seinen Eindrücken in einem von Naturkatastrophen und Armut gebeutelten Land. „Ich erlebe ein Haiti, in dem unzählige Menschen unter erbärmlichen Bedingungen leben müssen“, sagt Schmitt. „Wie erbärmlich das Leben für die Betroffenen nach dem Wirbelsturm ist, lassen die Bilder nur erahnen – die Wirklichkeit ist noch viel krasser als die Fotos. Auch im Umkreis unserer Projektschule hat der Wirbelsturm für chaotische Verhältnisse gesorgt. Am schlimmsten hat es wieder einmal die Ärmsten der Armen getroffen: Kinderreiche Familien, alte Menschen, alleinstehende Mütter, Menschen mit Handicap. Sie lebten auch vor der Naturkatastrophe bereits in menschenunwürdigen Verschlägen Nun hat der Wirbelsturm auch diese notdürftigen Behausungen zerstört. Daher möchten wir mithilfe der Spendengelder dafür sorgen, dass so viele Menschen wie möglich, die im Umkreis unserer Schule leben, neue gemauerte Häuschen bekommen. Die kleinen Häuser haben Einheitsmaße von 4,50 x 4,00 m, mit Abweichungen nach oben und unten. Das Baumaterial muss auf abenteuerlichen Wegen mit einem LKW angefahren werden. Die Straße ist schon per Auto kaum zu befahren, aber irgendwie wird es schon gehen.“ Zu den Eindrücken von Schmitt ergänzt Dr. Winter: „Ich kann nur wiederholen: Wir können natürlich nicht dem ganzen Land helfen; fühlen uns aber für die Kinder und Familien im Einzugsgebiet unserer Schule verantwortlich. Wir werden unser Möglichstes tun und über diese beschriebene, notwendige Soforthilfe hinaus an der Weiterentwicklung des Projektes arbeiten.“


Lebensrettende Bauweise

Schulgebäude des HDZ ist nach dem Wirbelsturm ein Rettungsstützpunkt – weitere finanzielle Mittel dringend erforderlich!

Foto: Don Bosco Mission

Oktober 2016: “L'éspoir est revenue dans nos coeurs” – die Hoffnung ist in unsere Herzen zurückgekehrt - so beschrieb der haitianische Schulleiter Isamel Jones seine Gefühle, als er 2013 mit dem Vorsitzenden der Taubertäler Hilfsgemeinschaft e.V., Jürgen Schmitt, vor dem neuen Schulgebäude stand. Es war mithilfe des Vereins und des HDZ in einem der ärmsten Viertel von Carrefour errichtet worden. Als jetzt die Nachricht kam, dass Wirbelsturm Matthew sich mit Windgeschwindigkeiten von über 250 km/h näherte, war die Sorge um die Schule mit ihren Lehrern und Kindern groß. Würde das Gebäude der Wucht des Wirbelsturms und den Starkregenfällen trotzen können? „Wir hatten drei Tage nichts von unseren Partnern aus Haiti gehört, berichtet Jürgen Schmitt. „Telefon und Internet waren nicht verfügbar, wir haben Schlimmes befürchtet“. Doch dann die erlösende Nachricht: Die Schule hat den Hurrikan ohne große Schäden überstanden. Dank der stabilen Bauweise konnte Matthew keine Gebäudeschäden anrichten. Sogar das Dach blieb dicht und die Photovoltaikanlage liefert weiterhin zuverlässig Strom – ein kleines Wunder. Anders sieht sie Lage für die Bevölkerung im Umfeld der Schule aus. Zahlreiche Behausungen haben Dächer und Wände verloren oder wurden den Hang hinabgeschwemmt. „Viele Menschen haben während des Sturmes in der Schule Schutz gefunden“, teilt der Schulleiter mit. „Unter den Familien, die mit ihren Kindern ihr Notquartier in den Klassenzimmern aufgeschlagen haben, ist auch ein wenige Tage altes Baby. Man mag sich gar nicht vorstellen, was aus diesen Menschen geworden wäre, wenn sie nicht in die Schule hätten flüchten können. Ihre Unterkünfte wurden einfach weggeschwemmt“, so Dr. Klaus Winter. Nun gilt es, den Menschen in Haiti schnell zu helfen, bevor Wasser- und Lebensmittel knapp werden. Internationale Hilfsorganisationen befürchten bereits den Ausbruch der Cholera. Das HDZ hat daher seinen Partnern 20.000 Euro Soforthilfe zum Kauf von Reis, Öl, Bohnen und dem Wiederaufbau der Häuser zur Verfügung gestellt. Weitere Mittel sind dringend notwendig. „Wir können natürlich nicht dem ganzen Land helfen“, so Dr. Winter, „fühlen uns aber für die Kinder und Familien im Einzugsgebiet unserer Schule verantwortlich. „Daher bitten wir - gemeinsam mit der BZÄK - um Unterstützung für Haiti! „Bitte helfen Sie!“

 

Spendenaufruf!

Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, Göttingen

Spendenkonto: Deutsche Apotheker-Ärztebank
IBAN: DE28 3006 0601 0004 4440 00

BIC: DAAEDEDDXXX

Verwendungszweck: Haiti


Durch Bildung die Rückkehr erleichtern

Schul- und Großprojekt im Libanon soll Flüchtlinge heimatnah auffangen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

August 2016: Eine Umfrage des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge widerlegt jetzt, was in den Medien oft vorschnell behauptet wird – nämlich, dass Flüchtlinge, die nach Europa strömen, meist ungebildet sind und viele nie eine Schule besucht hätten. Die Befragung des Bundesamtes unter 105.000 Asylsuchenden ergab ein ganz anderes Bild: Von den Befragten aus verschiedensten Herkunftsländern gaben 16,6 Prozent an, sie hätten eine Universität oder Fachhochschule besucht, 17,5 Prozent ein Gymnasium. Von den 28.000 Syrern gaben 29,9 Prozent zu Protokoll, sie hätten ein Studium absolviert, 25,1 Prozent hatten ein Gymnasium besucht.

Dass dies keine aus der Luft gegriffenen Behauptungen sind, belegt ein Blick auf Syrien wie es VOR dem Bürgerkrieg war. Denn fest steht: die meisten Menschen hierzulande sind durch die Medien zwar mit den Problemen der Flüchtlingskrise vertraut, wissen aber über die Herkunftsländer, aus denen die Asylsuchenden stammen, recht wenig.  So zählte Syrien vor dem Bürgerkrieg durchaus zu den höher entwickelten Ländern im Nahen Osten. Es existierte ein relativ breites Bildungssystem, das viele Bevölkerungsgruppen erreicht hatte. Verschiedene Religionen, Konfessionen und Ethnien, darunter Araber, Kurden, Sunniten, Schiiten und Christen lebten hier lange konfliktfrei zusammen innerhalb gemeinsamer Grenzen. Manche Teile der Bevölkerung standen eher den modernen westlichen Gesellschaften nahe, andere waren in orientalischen Traditionen verwurzelt. Man sprach von einer „Mosaikgesellschaft“. Der Bürgerkrieg hat alles zerstört. Auslöser war ein friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings Anfang 2011, der zum bewaffneten Konflikt eskalierte. Die ursprüngliche Motivation der Protestbewegung – die Demokratisierung Syriens zu erreichen – spielte seitdem nur noch eine geringe Rolle. Stattdessen trat der unerbittliche Kampf verschiedener Organisationen aus religiösen und politischen Gründen in den Vordergrund. Die Folge: Mehr als vier Millionen Menschen sind auf der Flucht, etwa die Hälfte davon sind Kinder. Viele der Familien möchten ihr Land eigentlich gar nicht verlassen, sehen aber keinen anderen Ausweg als die Flucht ins Ausland, da ihre Häuser in Trümmern liegen, keine Infrastruktur mehr existiert und auch kein Bildungssystem. Ein Teil von ihnen sucht zunächst Schutz im Nachbarstaat Libanon. Und genau hier setzt ein Projekt an, das vom HDZ unterstützt wird. Es liegt in Rayak, einer Stadt im Osten des Libanon. In Rayak existiert eine christliche Mehrheit der Melkitisch Griechisch-Katholischen Kirche. Es gibt ein Krankenhaus, Schulen und einen Flughafen der libanesischen Luftwaffe. Die St. Anne Schule in Rayak wird von der Melkitisch Griechisch-Katholischen Kirche als regionale Bildungseinrichtung betrieben. Zurzeit werden dort ca. 300 Schüler unterrichtet. Die unterschiedlichen Gebäude sind in einem teilweise baufälligen Zustand. Das gesamte Gelände bietet aber erhebliche Ausbaumöglichkeiten. Mit Hilfe von Spendengeldern soll jetzt das Schulgebäude mit Nebengebäuden in Stand gesetzt werden, damit 300 Flüchtlingskinder dort eine schulische Ausbildung erhalten können. Die Kosten hierfür belaufen sich auf USD 125.000. Außerdem ist geplant, auf dem benachbarten ehemaligen Militärgelände, mittels internationaler Hilfe ein Ausbildungszentrum für Menschen aufzubauen, die in Folge des Krieges heimat- und obdachlos geworden sind. Beide Projekte sollen einen Beitrag dazu leisten, Flüchtlinge vor Krieg und Terror heimatnah aufzufangen und die Chancen ihrer Rückkehr in das Heimatland bei Wegfall der Fluchtgründe zu ermöglichen und zu erleichtern.


Reise nach Jerusalem

HDZ unterstützt Hospiz-Klinik in der Heiligen Stadt

August 2016: Es gibt Städte auf der Welt, die eine besondere Magie ausstrahlen. Jerusalem ist zweifellos eine solche Stadt. Sie wurde vor rund 5.000 Jahren von König David gegründet und liegt heute in Israel. Jede der drei Weltreligionen verbindet mit ihr ein wichtiges Ereignis. Aber nicht nur für Gläubige aus aller Welt, auch für das HDZ hat Jerusalem große Bedeutung, denn hier war auch der Standort des ersten Leprahospitals des Lazarus Ordens vor ca. 1.000 Jahren. Und da das HDZ u.a. offizieller Partner der Großballei Deutschland des Lazarus Ordens und der Deutschen Lazarus Stiftung ist, liegt es nahe, auch dortige Hilfsprojekte zu unterstützen. Eines dieser Projekte ist das St. Louise-Hospital in Jerusalem. In dem Hospiz leben sterbenskranke, meist alte Menschen - Christen, Muslime und Juden – unter einem Dach. Sie können zuhause nicht mehr von ihren Angehörigen betreut werden oder haben keine Verwandten mehr. 30 Ordensschwestern und 40 VolontärInnen aus unterschiedlichen Ländern pflegen und begleiten die rund 60 Patienten auf ihrem letzten Lebensabschnitt. Verständigungssprachen sind Englisch, Russisch, Deutsch, Israelisch und Arabisch. Was angesichts des bestehenden Nahost-Konflikts fast unglaublich scheint, hier funktioniert es: Toleranz, Mitgefühl und Fürsorge stehen im Vordergrund – Herkunft und Glaubensfragen sind nebensächlich. Damit decken sich die Ziele des Projekts sehr genau mit denen des HDZ. Denn die Stiftung ist u.a. gegründet worden, um Krankheit und Not zu lindern und Menschen zu helfen, die sich selbst nicht mehr helfen können. Ein Schwerpunkt liegt auf der Lepra-Hilfe. Das HDZ tritt dabei weltweit für einen schrankenlosen Umgang zwischen Behinderten und Nichtbehinderte, Gesunden und Kranken, alten und jungen Menschen ein – unabhängig davon, welcher Konfession sie angehören, welche Hautfarbe sie haben und woher sie stammen. Dr. Klaus Winter besuchte im Juni diesen Jahres das Hospital, um die HDZ-Großküche im St. Louis French Hospital feierlich einzuweihen, für deren Bau die Stiftung 50.000€ von den erforderlichen 80.000 Euro bereitgestellt hat. Er war begeistert von der Atmosphäre: „Alle strahlten eine Fröhlichkeit aus“, berichtet er. „Das Miteinander zwischen Patienten und Mitarbeitern ist so familiär und liebevoll, das hat mich sehr beeindruckt und berührt.“ Ebenso würdevoll wie die Unterbringung der Patienten verlief auch die Einweihungsfeier, an der auch zahlreiche Gäste und hochrangige Würdenträger teilnahmen. Gegründet wurde das Hospital bereits 1889 – dass es auch künftig weiter bestehen bleibt und ausgebaut wird, dafür wird das HDZ sich weiter einsetzen.


Zahnhygieneprogramm in den Slums von Argentinien

Apotheker ohne Grenzen und HDZ arbeiten Hand in Hand

August 2016: Das Gesundheitszentrum Nr. 16 Villa Zagala - in dem die Apotheker ohne Grenzen e.V. Deutschland mit Unterstützung der Stiftung HDZ arbeiten, ist eines von 19 Gesundheitszentren und 3 Krankenhäusern, die es im argentinischen Distrikt General San Martín in der Provinz Buenos Aires gibt. Es liegt in einem der vielen Elendsviertel. Seit zwei Jahren läuft dort das Projekt „Zahnhygiene Mutter-Säugling“. Es richtet sich speziell an Mütter mit Kindern aus ärmsten Verhältnissen. In das Zentrum gehen die Frauen meist nur, wenn es um Schwangerschaftskontrolle geht. Diesen Umstand nutzen die Projektmitarbeiterinnen, um sie über Zahngesundheit aufzuklären, Karies zu behandeln oder Gesundheitskontrollen durchzuführen. Die Menschen aus den Elendsvierteln sind auf ein funktionierendes Gesundheitszentrum angewiesen, in dem sie kostenlos behandelt werden können, denn sie leben ohne Krankenversicherung und ausreichendes Einkommen. Aktuelle Fotos und Berichte, die das HDZ kürzlich erreichten, dokumentieren erneut den Projekterfolg. Sie zeigen die Zahnhygienearbeit mit den Erstklässlern einer Primarschule. Man sieht fröhliche Kinder, die mit Plaquefärbetabletten und Spiegel erstaunt ihre Zähnchen begutachten und anschließend richtig Zähneputzen lernen während gleichzeitig junge Mütter über die Zahnhygiene bei Babys informiert werden. Dank der finanziellen Unterstützung aus Deutschland ist das Gesundheitszentrum im Hinblick auf die Zahnhygienearbeit inzwischen so gut ausgerüstet, dass es mit fast 500 Kindern von 2 Grundschulen und einem Kindergarten arbeiten kann.


Dem „Fluch der Götter“ entgegenwirken

Durch medizinische Fortbildungen den Umgang mit Lepra verbessern

August 2016: Indien mag eine aufstrebende Wirtschaftsmacht sein – dennoch erkranken in dem Land jedes Jahr 130.000 Menschen an Lepra. Gleichzeitig haftet der Krankheit noch immer ein Stigma an: Für Hindus ist Lepra ein "Fluch der Götter", der beweist, dass der Betroffene einen schwerwiegenden Fehler begangen haben muss und somit die Krankheit verdient. Die Folge: Lepra-Kranke werden wie Aussätzige behandelt, verstoßen, ins soziale Abseits gedrängt und oftmals in Lepra-Kolonien abgeschoben. Nur durch Aufklärung kann langfristig ein Umdenken stattfinden. Daher unterstützt das HDZ im Rahmen des Bombay Lepra Projekts auch Fortbildungen für Ärzte und Klinikpersonal an indischen Krankenhäusern. Denn: Lepra ist nicht nur eine gefürchtete, sehr alte Krankheit (die bereits in der Bibel erwähnt wurde), sie ist auch eine Infektionskrankheit wie jede andere, die durch Bakterien hervorgerufen wird und behandelbar ist. Doch selbst nach einer Heilung werden Betroffene häufig noch als „Unberührbare“ klassifiziert und gemieden. Ängste und Stigmatisierung mögen auch Gründe dafür sein, dass das Thema bei medizinischen Fortbildungen noch immer viel zu selten auf dem Programm steht. Doch auch dies ändert sich langsam. So fand im renommierten Reliance Foundation Hospital in Mumbai erst kürzlich ein Seminar zu diesem Thema statt. Dr. Nina Madnani, Ärztin für Hauterkrankungen am Klinikum, erläuterte die Möglichkeiten für einen besseren Umgang mit Lepra. Gleichzeitig drückte sie ihre Besorgnis über die steigende Zahl von Neuerkrankungen aus und wies darauf hin, dass die Behandlung von Lepra-Patienten eine große Herausforderung für Kliniken darstellt. Dr. V. Pai, Director BLP, beleuchtete in seinem Vortrag speziell die Lage in Bombay, die klinischen Probleme und wie diese bewältigt werden können. Er betonte, wie wichtig es sei, dass Ärzte aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenarbeiten, um Lepra möglichst frühzeitig diagnostizieren und behandeln zu können. Ähnliche Fortbildungen fanden in diesem Jahr auch im Bhakti Vedanta Hospital und anderen Kliniken statt. An den gut besuchten Veranstaltungen nahmen sowohl Ärzte als auch Studenten und Klinikmitarbeiter teil.


Lernen ohne Angst vor Hunger und Gewalt

In der Enyiduru-Schule trägt Bildung zur Befreiung bei

Juli 2016: Auf den ersten Blick ist die Enyiduru-Projektschule nur eine ganz normale Schule in einer kleinen Provinzstadt in Nigeria. Doch die hohen mit Stacheldraht versehenen Schutzmauern, die das Schulgelände umgeben, lassen erahnen, dass sie eben doch keine „ganz normale“ Schule ist – für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter ist sie vielmehr ein Ort der Zuflucht und Geborgenheit in einer unsicheren Welt. An der Enyiduru-Schule werden Kinder aus ärmsten Verhältnissen unterrichtet. Hier ist Leben möglich – ohne Lügen, ohne Stehlen, ohne Korruption, ohne Diskriminierung, ohne Gewalt. In dieser Atmosphäre macht das Lernen Spaß. Dass dies möglich ist, verdankt die Enyiduru-Schule auch dem HDZ. Die Stiftung unterstützt das „Enyiduru Projekt Nigeria e.V.“ seit Jahren. Über 120.000 Euro hat die Stiftung bereits in die Ausbildungsstätte investiert, in der bis heute auch Unterricht in Zahnpflege auf dem Lehrplan steht. Das Geld floss u.a. in den Bau des Schulgebäudes, die neue Toilettenanlage, den Speisesaal und die Schutzmauer. Welche Bedeutung die Schule bis heute hat, beschreibt Birgitta Schneider, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins: „Einen gesicherten Ort in einem Umfeld zu finden, in dem Angst ein ständiger Begleiter ist, ist von unschätzbarem Wert“, sagt sie. „Erst neulich wurde das kleine Restaurant, das sich gegenüber der Schule befindet, nachts von sechs bewaffneten Männern überfallen. In solchen Situationen gibt es keine Hilfe, weder von der Polizei noch von Nachbarn. Die Menschen sind der Gewalt schutzlos ausgeliefert“. Birgitta Schneider erzählt auch, dass vermehrt Eltern, die aus dem Norden des Landes vor der Terrormiliz Boko Haram geflüchtet sind, um die Aufnahme ihrer Kinder in der Schule bitten. „Neulich kam ein Polizist zu uns, der seine beiden Söhne anmelden wollte“, sagt sie. „Er beklagte, dass in seinem Lande alles von Korruption bestimmt sei, er selbst auch. Seine Kinder sollten aber eine andere, bessere Erziehung bekommen, damit sie später das Land verändern könnten“. Den Grundstein hierfür legte Priester Dr. Boniface Amu 1996 mit der Vereinsgründung und dem Motto: „Bildung ist Freiheit“. Die Schüler und Schülerinnen haben seine Botschaft verstanden. Sie gehören regelmäßig zu den Klassenbesten, wenn sie auf weiterführende Gymnasien oder Internate gehen, für die sie das Schulgeld erhalten.