· 

Zwischen Zahnstation und Taifun – Hilfe für die Ärmsten auf Nord-Samar

Einsatzbericht aus Bugko

Wenn junge Zahnärztinnen und Zahnärzte aus Deutschland nach Bugko auf Nord-Samar kommen, erwartet sie mehr als kariöse Zähne. Sie treffen auf extreme Armut, auf Naturkatastrophen – und auf eine Bevölkerung, für die medizinische Hilfe sonst kaum erreichbar ist.

 

Im September und Oktober 2025 arbeiteten mehrere deutsche Zahnärztinnen und Zahnärzte in der von der Partnerorganisation Mabuhay betriebenen Zahnstation. Studierende und Absolventinnen aus Marburg, Regensburg, Würzburg und München versorgten gemeinsam zahlreiche Patientinnen und Patienten, oft mit komplexen Befunden. Neben vielen Extraktionen stand vor allem der Erhalt stark zerstörter Zähne im Vordergrund – ein Ansatz, der unter den Bedingungen vor Ort alles andere als selbstverständlich ist.

 

Parallel zum zahnmedizinischen Einsatz prägten Naturkatastrophen den Alltag.
Ende September traf Taifun „Bualoi“ Nord-Samar.
Kurze Zeit später erschütterten schwere Erdbeben Cebu und Mindanao.
Im November folgten weitere schwere Taifune, bei denen hunderttausende Menschen landesweit evakuiert werden mussten. Auch die Klinik in Bugko diente zeitweise als Notunterkunft für mehrere hundert Menschen.

 

Trotz dieser schwierigen Umstände konnte die zahnmedizinische Versorgung aufrechterhalten werden – nicht zuletzt dank technischer Unterstützung. Durch die Förderung des Hilfswerks Deutscher Zahnärzte (HDZ) konnten zusätzliche Solarbatterien installiert werden. Die dadurch verbesserte Stromversorgung ist entscheidend für den Betrieb der Zahnstation, insbesondere bei häufigen Stromausfällen.

 

Ein weiterer Meilenstein ist die Inbetriebnahme eines neuen digitalen Röntgengeräts. Damit ist wieder eine umfassende Diagnostik möglich, ohne dass Patientinnen und Patienten lange Wege in entfernte Städte auf sich nehmen müssen. Für viele Menschen bedeutet das erstmals eine gezielte Behandlung statt reiner Notfallversorgung.

 

Neben der Zahnmedizin wurde auch medizinisches Wissen weitergegeben: Ein mitgereister junger Arzt führte Schulungen in Erster Hilfe und Wiederbelebung für lokale Mitarbeitende durch – ein wichtiger Baustein in einer Region, in der professionelle Notfallstrukturen kaum existieren.

 

Der Einsatz zeigt eindrücklich, wie eng Zahnmedizin, Katastrophenschutz und Entwicklungsarbeit hier miteinander verknüpft sind. Für die deutschen Helferinnen und Helfer bedeutet die Arbeit in Bugko nicht nur fachliche Herausforderung, sondern auch eine intensive menschliche Erfahrung.

Für die Bevölkerung vor Ort ist sie oft die einzige Möglichkeit, Schmerzen zu lindern und Infektionen zu behandeln, bevor lebensbedrohliche Komplikationen entstehen. Die Partnerorganisation vor Ort blickt trotz der widrigen Umstände vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Weitere Einsätze von Zahnärztinnen und Zahnärzten werden dringend benötigt, um die kontinuierliche Versorgung aufrechtzuerhalten.

 

Das Beispiel Bugko zeigt: Zahnmedizinische Hilfe ist in solchen Regionen weit mehr als Zahnerhalt – sie ist Teil einer umfassenden medizinischen und humanitären Unterstützung.

Die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) steht unter der Schirmherrschaft von

unter dem Patronat von

und ist Mitglied der

Spenden sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE28300606010004444000

BIC: DAAEDEDD

Zustiftung

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE98300606010604444000

BIC: DAAEDEDD

Folgen Sie uns auf …