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Zahnhilfe in Malawi: Kleine Schritte mit großer Wirkung

Nach einem einwöchigen Einsatz in Malawi kehrte Dr. Ulrich Zibelius kürzlich aus dem Mua Mission Hospital zurück. Ziel der Reise war es, gemeinsam mit dem Zahntechniker Frederik Akintaya die vorhandenen Behandlungsräume und das Dentallabor zu überprüfen, Mängel zu beheben und die zahnmedizinische Versorgung weiter zu verbessern.

Hygiene bleibt die größte Herausforderung

Wie schon bei früheren Aufenthalten zeigte sich erneut ein zentrales Problem: die unzureichende hygienische Ausstattung. Zwar stehen dem Zahnarzt Masken und Handschuhe in begrenzter Zahl zur Verfügung, doch es fehlen Desinfektionsmittel für Hände und Instrumente. Auch die Aufbereitung und Lagerung gebrauchter Instrumente entspricht nicht den Standards, die wir in Europa gewohnt sind.

Gespräche mit der Klinikleitung machten deutlich, dass hierfür schlicht die finanziellen Mittel fehlen. Welche gesundheitlichen Folgen diese Defizite für die Patienten haben, lässt sich vor Ort kaum erfassen.

 

Fortschritte bei der Zahnerhaltung

Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnten wichtige Fortschritte erzielt werden – vor allem im Bereich der Füllungstherapie. Durch neue Instrumente und ausreichend Füllungsmaterial ist es nun möglich, kariöse Zähne substanzschonend zu behandeln und zu erhalten.

Damit ist Zahnerhaltung erstmals wieder regelmäßig möglich – ein entscheidender Schritt für die langfristige Mundgesundheit der Patienten.

Auch bei notwendigen Zahnextraktionen hat sich die Situation verbessert: Mit neuen, funktionstüchtigen Zangen können Zähne gewebeschonender entfernt werden. Alte, stark beschädigte Instrumente konnten endlich aussortiert werden.

 

Verbesserte Bedingungen im Dentallabor

Für das Dentallabor wurden zusätzlich ein eigener Kompressor, eine mobile Absauganlage und eine Arbeitsplatzleuchte angeschafft. Diese vergleichsweise einfachen Maßnahmen erleichtern dem Zahntechniker die tägliche Arbeit erheblich und ermöglichen eine verlässlichere Herstellung von Zahnersatz.

 

Ausbildung als Schlüssel zur Nachhaltigkeit

Ein Kernstück des Projekts ist die Ausbildung einheimischer „students“. Sie sollen künftig einfachen Kunststoffzahnersatz selbstständig herstellen können.

Nach einem ersten Ausbildungsabschnitt im Frühjahr konnten die Teilnehmer des zweiten Kurses bereits mehrere Prothesen eigenständig anfertigen und vom Zahnarzt einsetzen lassen.

Die Reaktionen der Patienten sind dabei immer wieder bewegend: Selbst einfache Prothesen bedeuten für viele Menschen ein großes Stück Lebensqualität – beim Essen, Sprechen und im sozialen Umgang.

 

Langfristig denken, Rückschläge einkalkulieren

Das Projekt entwickelt sich bewusst in kleinen, realistischen Schritten. Rückschläge gehören in einer strukturell armen Region zwangsläufig dazu. Neue Erfahrungen fließen direkt in die Planung der nächsten Einsätze ein.

Der nächste Aufenthalt ist für Mai/Juni 2026 geplant. Bis dahin besteht ein enger Austausch mit dem Behandler vor Ort, insbesondere zur weiteren Ausbildung im Dentallabor.

 

Dank an unsere Unterstützer

Unser besonderer Dank gilt dem Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für die wertvolle Unterstützung dieses Projekts.

Unser Ziel ist klar: Die zahnmedizinische Versorgung im Mua Mission Hospital soll nicht nur punktuell verbessert, sondern langfristig stabilisiert werden – durch bessere Ausstattung, durch Ausbildung und durch kontinuierliche Zusammenarbeit vor Ort.

Die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) steht unter der Schirmherrschaft von

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