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Welt-Lepra-Tag: Hilfe, die über Medizin hinausgeht

Foto: Bernd Zschope, CALA
Foto: Bernd Zschope, CALA

Am letzten Sonntag im Januar wird weltweit der Welt-Lepra-Tag begangen. Er macht auf eine Krankheit aufmerksam, die trotz medizinischer Fortschritte noch immer mit Stigmatisierung und Diskriminierung verbunden ist. Das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) engagiert sich seit vielen Jahren für die Betroffenen.

 

Heute ist die Stiftung nicht nur in der medizinischen Versorgung aktiv, sondern unterstützt auch Bildungs- und Infrastrukturprojekte. Ein Beispiel dafür ist Madagaskar: Seit über 30 Jahren fördert das HDZ zwei Lepra-Dörfer im Norden des Landes. Die Ortschaften Belfort und Jules, die während der französischen Kolonialzeit gegründet wurden, waren nach der Unabhängigkeit lange sich selbst überlassen.

Nach Zyklon Gamané: Existenzbedrohung für ganze Dörfer

Im April 2024 traf der Zyklon Gamané mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 km/h die Nordostküste Madagaskars. Die Folgen für die Lepra-Dörfer Belfort und Jules waren verheerend: Große Waldflächen wurden zerstört, zahlreiche Häuser und Teile der Infrastruktur schwer beschädigt.

Das medizinische Versorgungsgebäude ist einsturzgefährdet, die Wasserversorgung ausgefallen. Viele der Bewohnerinnen und Bewohner – häufig mit körperlichen Einschränkungen – stehen seitdem vor dem Nichts.

Derzeit besonders dringend sind:

  • der Neubau eines Brunnens sowie die Wiederherstellung eines stillgelegten Brunnens
  • der Bau eines neuen medizinischen Versorgungsgebäudes
  • die Errichtung von 15 Unterkünften für obdachlose Familien

Für diese Maßnahmen werden rund 10.000 Euro benötigt.

 

Zusätzlich fehlen der Schule in den beiden Dörfern etwa 15.000 Euro, um die tägliche Mahlzeit für rund 250 Kinder sicherzustellen. Die Schule wird ausschließlich durch Spenden finanziert und bietet ein hohes Bildungsniveau. Auch Kinder aus umliegenden Dörfern besuchen sie – ein wichtiger Beitrag, um Vorurteile und Berührungsängste gegenüber ehemals an Lepra erkrankten Menschen abzubauen.

Hintergrund: Lepra

Lepra beginnt häufig mit unscheinbaren Hautveränderungen. Bei etwa 75 Prozent der Betroffenen heilt die Krankheit folgenlos aus. In rund einem Viertel der Fälle kommt es jedoch zu schweren Verläufen mit Nervenschädigungen, Verlust des Schmerzempfindens sowie daraus resultierenden Verletzungen und Deformierungen.

Die wichtigsten Fakten:

  • Erreger: Mycobacterium leprae
  • Inkubationszeit: 1 bis 20 Jahre
  • Therapie: Kombination aus Dapson, Rifampicin und Clofazimin über 6 bis 12 Monate
  • Prognose: Frühzeitige Behandlung kann Behinderungen und Folgeschäden verhindern

 

Lepra ist heute heilbar – doch die sozialen Folgen für die Betroffenen sind oft gravierend.

Hilfe, die Perspektiven schafft

Die Arbeit des HDZ zeigt, dass medizinische Hilfe weit über die reine Behandlung hinausgeht. Sie schafft Perspektiven, baut Vorurteile ab und gibt Menschen ihre Würde zurück. Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet das: Lepra ist nicht nur ein medizinisches Thema, sondern auch eine gesellschaftliche Verantwortung.

Lepra ist heilbar – doch Armut, Ausgrenzung und die Folgen von Naturkatastrophen bleiben eine Herausforderung. Der Welt-Lepra-Tag erinnert daran, dass medizinisches Wissen und humanitäres Engagement untrennbar zusammengehören.

Spenden ermöglichen nachhaltige Hilfe – Geld-, Sach- oder Altgoldspenden leisten einen wichtigen Beitrag

Das HDZ ist auf die Unterstützung und Spenden vieler Menschen angewiesen. Eine wichtige Säule sind dabei Altgoldspenden. Sie ermöglichen es, langfristig in Projekte zu investieren und die Lebensbedingungen von Menschen in Not nachhaltig zu verbessern.

Die eingesandten Materialien werden von der Gold- und Silberscheideanstalt Kulzer GmbH in Hanau kostenlos verarbeitet. Der vollständige Materialwert wird ohne Abzüge dem jeweiligen Projekt gutgeschrieben.

Für eine unkomplizierte Altgoldspende stellt das HDZ alle notwendigen Unterlagen wie Flyer, Versandbeutel und Informationsmaterial zur Verfügung. Auch hier gilt: Es entstehen keinerlei Gebühren – jeder Beitrag kommt vollständig dem guten Zweck zugute.

Die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) steht unter der Schirmherrschaft von

unter dem Patronat von

und ist Mitglied der

Spenden sind steuerlich absetzbar.

Spendenkonto

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE28300606010004444000

BIC: DAAEDEDD

Zustiftung

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE98300606010604444000

BIC: DAAEDEDD

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