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Mit Zahnbürsten und Zahnpasta die Mundhygiene in Kolumbien fördern

DR. THOMAS SCHLIERMANN ZU GAST AN DER DON BOSCO SCHULE FÜR STRASSENKINDER IN MEDELLIN

Welche große Wirkung oft kleine Gaben haben, macht ein Beispiel aus Kolumbien deutlich. Das HDZ hatte dem Kinderarzt, Dr. Thomas Schliermann Zahnbürsten, Zahnpasten und ein Zahndemomodell mit auf seine 10-tägige Reise nach Medellin gegeben. Er wollte dort als Kinderarzt den ersten „Gesundheitskurs“ im Rahmen des straßenpädagogischen Projektes „Patio 13“ an der Don Bosco Schule für Straßenkinder abhalten.

Tausende von Straßenkindern jeden Alters leben in der für Drogenkartelle, Armut und Kriminalität berüchtigten Stadt. Dr. Schliermann hatte sich auf den weiten Weg nach Lateinamerika gemacht, um junge kolumbianische Lehramtsstudenten und -Studentinnen über Gesundheitsthemen zu unterrichten, die für Straßenkinder lebensdienlich und relevant sind. Hierzu zählen auch die Zahnpflege und orale Prävention, denn die Kids auf der Straße haben keine Chance, einen Zahnarzt aufzusuchen. Als sehr engagiert, lebhaft, kontaktfreudig und lebendig erlebte der deutsche Kinderarzt die Straßenkinder, wie er nach seiner Rückkehr berichtet. Und das, obwohl sie fernab jeglicher staatlichen Gesundheitsversorgung in teilweise prekären, gesellschaftlich ausgegrenzten Randbedingungen leben müssen. Dass die „deutsche Ware“ (Zahnbürsten und Zahnpasta) heiß begehrt war, zeigen die Fotos. Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmerinnen, Kinder und Schwestern Don Boscos wird der Kurs künftig regelmäßig zu jedem Semester wiederholt und mit praktischen Erfahrungen weiter entwickelt werden. Auf diese Weise soll das Thema Zahnhygiene ein fester Bestandteil der Straßenpädagogik werden. Bereits im April 2018 startet der nächste Kurs, nicht nur in Medellin, sondern auch eine andere Schule gleicher Don Bosco-Konzeption im Norden Kolumbiens hat bereits Interesse bekundet.