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„Ich sehe die Angst der Alten“ – Lebensmittelhilfe des HDZ

„Ich sehe die Angst der Alten. Sie haben Angst von dem Virus“, schreibt Pater Ferenc Agoston aus seiner Kirchengemeinde im rumänischen Sighisoara (Schässburg). Der Ort liegt in Siebenbürgen und ist seit Jahrhunderten deutschstämmig geprägt. Heute sind aber nur noch etwa ein Prozent der Menschen dort römisch-katholisch. Die Gemeinde von Pater Ferenc ist daher klein, überaltert und zudem noch sehr arm. Umso mehr fühlt er sich verpflichtet, seinen Mitgliedern zu helfen in diesen schweren Corona-Zeiten. 

 

„In den Medien hören und sehen sie, dass sie Masken tragen und Vitamine zu sich nehmen sollen, aber sie haben kein Geld dafür“, so der Priester. Die meisten haben kaum Geld für Nahrungsmittel, berichtet er – und dass, obwohl die letzte Ernte im Land gut ausgefallen ist. Das Problem ist: „Es gibt nur wenige Arbeiter“, sagt er. Auch in Rumänien hat der Lockdown seine Spuren hinterlassen, in vielen Bereichen ruhen die Arbeiten, Leute werden entlassen, Warentransporte sind eingeschränkt, Arbeiten im Ausland unmöglich geworden. Die Armut nimmt spürbar zu, jeden Tag ein wenig mehr. Jetzt im Winter bei bis zu Minus 20 Grad Kälte ist es besonders schwer für die Alten und Kranken, die oft alleine leben, nicht mobil sind und keine Besuche empfangen dürfen. Über 100 Lebensmittelpakete hat der Pater daher geschnürt und sie eigenhändig verteilt. „Die Herausforderungen im sozial-caritativen Bereich sind groß“, sagt der 65-Jährige. „Ich versuche solange ich Kraft habe zu helfen“.

 

Das HDZ ist seit langem freundschaftlich mit der Gemeinde verbunden und unterstützt die Arbeit von Pater Ferenc daher gerne. Die Spende des HDZ kommt auch einem kleinen Kinderheim zugute. Die zehn Kinder kommen jeden Sonntag in die Kirche und ministrieren. Im Gegenzug besucht Pater Ferenc sie jeden Monat zu einem Gottesdienst und ermöglicht, dass sie jeden Tag im Heim Frühstück und ein warmes Essen bekommen.