· 

„Diese Erfahrungen werden wir niemals vergessen“

Vier Studentinnen aus Erlangen auf Famulatur-Reise in Tansania

Lena Blanke, Sophie Fuchs, Anna-Lena Rau und Julia Wirth sind nicht nur Freundinnen, sie sind auch alle Zahnmedizin-Studentinnen aus Erlangen im 9. Semester. Um praktische Erfahrungen zu sammeln, entschieden sie sich für eine Famulatur in Tansania. Im Juli startete ihr 22-stündiger Flug von München nach Dodoma, der Hauptstadt von Tansania. Vier aufregende und lehrreiche Wochen sollten nun beginnen …

Am kleinsten Flughafen, den sie bisher gesehen hatten, angekommen, wartete bereits Eric. Er ist Fahrer im Dodoma Christian Medical Center Trust, in dem das Team in den nächsten 3,5 Wochen ihre Famulatur ableistete. Das Gesundheitszentrum ist Teil der Health Partnership Organisation mit Sitz in den USA.

 

Zum Akklimatisieren blieb keine Zeit – bereits am nächsten Morgen startete der Klinikalltag. Um 7 Uhr versammelten sich, so wie jeden Tag, alle Mitarbeiter der Klinik zum Morning Prayer. Nach dem Singen und Beten wurden an diesem Tag auch die Neuankömmlinge mit einem herzlichen „Karibu“ („Willkommen“) begrüßt. Dann lernten die angehenden Zahnärztinnen die beiden Organisatoren, Edward und Rodgers, kennen, die sie zu einem ersten Rundgang über das Klinikgelände einluden und ihnen ihre Arbeitsplätze in der Dental Clinic zeigten. Dort wurden sie von den Mitarbeitern Maria, Susan, Grace, Maria und Godfrey sowie Zahnarzt, Dr. Marco, in Empfang genommen. Es dauerte keine 10 Minuten, bis die ersten Patienten auf den Behandlungsstühlen saßen und es „ernst wurde“ für die Vier.

 

„Mit Unterstützung des Teams vor Ort starteten wir unsere ersten Behandlungen“, berichtet Lena Blanke, und auch die ersten Herausforderungen wie zum Beispiel eine fehlende Wasserkühlung ließen nicht lange auf sich warten. „Wir mussten lernen, mit weniger Material und Geräten zu arbeiten, und manchmal in den Behandlungen auch ein wenig kreativ zu werden“, so die jungen Zahnärztinnen. „Zu unseren Patienten gehörten nicht nur Erwachsene, sondern auch viele Kinder, die besonders samstags in die Klinik kamen, wenn sie keine Schule hatten“, erzählt Lena Blanke. „Hier war viel Einfühlungsvermögen und Überredungskunst gefragt, und unsere Geduld wurde das ein oder andere Mal auf die Probe gestellt“, sagt sie lächelnd.

 

Die Arbeit mit Kindern war für alle Vier eine völlig neue Erfahrung, die sie im Nachhinein nicht missen möchten, wie sie sagen. Zu den routinemäßigen Behandlungen, die nun täglich auf dem Plan standen und bei Groß und Klein durchgeführt werden mussten, zählten Füllungen, Endodontie, Scalings, Check-ups und Extraktionen. 

„Besonders Extraktionen fielen uns am Anfang noch etwas schwer, doch mithilfe der Expertise unserer Kollegen vor Ort wurden wir auch auf diesem Gebiet mit der Zeit immer sicherer“, so die Famulantinnen.

 

An einem Freitag durften sie zusammen mit dem Team der Dental Clinic eine staatliche Schule in Ntyuka besuchen. Im Rahmen dieser regelmäßig stattfindenden Besuche bekommen die Kinder der Grundschule unter anderem die Bedeutung des Zähneputzens und die dazugehörigen Zahnputztechniken erklären. 

„An diesem Tag haben wir diese Aufgabe mithilfe eines Übersetzers übernommen“, berichtet Lena Blanke. „Dieser Besuch ist uns wegen der Herzlichkeit und Offenheit, mit der wir von den Kleinen empfangen wurden, besonders in Erinnerung geblieben.“  

Neben der Arbeit in der Klinik hatten die vier deutschen Gäste außerdem Gelegenheit, das Leben und die Menschen in Tansania näher kennenlernen.

 

„Wir wurden überall mit offenen Armen und einem ständigen ‚Karibu‘ empfangen“, sagen sie. „Kein Mittagessen in der Cafeteria blieb langweilig, fast jeden Tag hat sich uns jemand Neues vorgestellt, und mit uns geplaudert.“ 

Mit einer der Mitarbeiterinnen durfte das Team sogar sonntags zusammen mit ihrer Familie in die Kirche gehen, was wirklich schöne Erfahrung war, wie die Famulantinnen erzählen. Überdies feierten sie in Dodoma das afrikanische Pendant zum deutschen Erntedankfest – den „Nane-Nane-Day“. An ihren freien Tagen fuhren die jungen Zahnärztinnen in Begleitung ihres Fahrers in die Stadt und besuchten die typisch afrikanischen Märkte, oder ließen die Abende in ihrer Unterkunft mit Gesellschaftsspielen ausklingen.

 

Nach der Famulatur reisten die Vier noch weiter in den Norden Tansanias, um noch mehr von dem Land zu sehen, in dem sie vier Wochen gearbeitet hatten.  Das Résumé ihrer Reise: „An die Zeit am DCMC blicken wir mit wunderschönen Erinnerungen zurück und sind dankbar für die neuen Erfahrungen, die wir machen durften, um unsere zahnärztlichen Fähigkeiten zu verbessern.

 

Diese Erfahrung werden wir niemals vergessen und ein Leben lang davon zehren. Asante sana!“ 

Ihren besonderen Dank richten Lena Blanke, Sophie Fuchs, Anna-Lena Rau und Julia Wirth aber auch an alle Förderer, die ihre Famulatur mit Materialspenden unterstützt und möglich gemacht haben. Dazu gehören Septodont, lege artis, Frasaco, Voco Dental, WP Dental, NTI, Hu Friedy, Dürr Dental, Cardex, Ivoclar, Henry Schein und die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte.  

Die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) steht unter der Schirmherrschaft von

unter dem Patronat von

und ist Mitglied der

Spendenkonto

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE28 3006 0601 000 4444 000

BIC: DAAEDEDD

Zustiftung

Deutsche Apotheker- und Ärztebank

IBAN: DE98 3006 0601 060 4444 000

BIC: DAAEDEDD

Über soziale Netzwerke teilen