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Verantwortung leben – 500.000 Euro Spenden flossen 2019 in humanitäre Projekte

Hilfswerke können nicht das ganze Elend in dieser Welt besiegen. Doch durch unser Wirken nehmen wir Einfluss auf die Menschen, Politik und Gesellschaft. Wir verändern etwas – stetig, leise und unscheinbar, aber dennoch wirkungsvoll und nachhaltig. Das HDZ versteht sich als verantwortlicher und mitgestaltender Teil der Gesellschaft. Gestaltung bedeutet Einfluss und Verpflichtung zugleich: Wir Zahnärzte sind „aktive Bürger“ und sollten daher unsere Kompetenzen auch in anderen Teilen der Welt zum Wohle der Gesellschaft einbringen. Mit über 1000 Hilfsprojekten in mehr als 60 Ländern kann das HDZ seit seiner Gründung 1987 auf viele Beispiele verweisen, die verdeutlichen, wie wir das Prinzip der sozialen Verantwortung leben. 

Einige aktuelle Projektbeispiele:

Soforthilfen

Von den Soforthilfen des HDZ profitierten in diesem Jahr die Opfer des Wirbelsturms auf den Philippinen und Menschen in Zimbabwe nach dem Zyklon Idai. In beiden Regionen hatten die Naturgewalten verheerende Schäden angerichtet. Von den Spenden konnten u.a. Medikamente und Nahrung gekauft sowie die medizinische Betreuung der Opfer gesichert und der Wiederaufbau einer Schule ermöglicht werden.

(Zahn-)Medizinische Projekte

Bei den zahnmedizinischen Projekten standen u.a. größere Investitionen in Afrika an. So erfolgte beispielsweise der Ausbau der Zahnstation Ngaboro in Tansania. Zudem unterstützte das HDZ umfangreiche zahnmedizinische Einsätze der Partnerorganisation „Planet Aktion-Helfende Hände“ in Madagaskar. Außerdem erhielten die Zahnstationen in Ambilobe und Ambanja auf Madagaskar neue zahnmedizinische Geräte. Und das ist nicht alles: Anfang des Jahres startete Stufe III des OHCP-Zahnprophylaxeprogramms in Zusammenarbeit mit Dr. Klaus de Cassan und Partnerorganisationen auf den Philippinen, Argentinien und in Chile. Dieses Projekt hat die zahnärztliche Behandlung armer Bevölkerungsschichten zum Ziel und verfolgt den Aufbau eines Mundgesundheitsbewusstseins durch entsprechende  Aufklärungs- und Prophylaxemaßnahmen. 

Bildung

Im Süden Madagaskars flossen Spendenmittel in fünfstelliger Höhe in den Neubau einer Schule für ca. 150 Schülerinnen und Schülern in Verbindung mit einem Sozialzentrum für die umliegenden Dörfer. Ziele des Projekts sind die Sicherung von Schulbildung für Kinder und Jugendliche in der Grund- u. Sekundarstufe sowie Alphabetisierungskurse für Erwachsene. Daneben stehen die Vermittlung grundlegender Kenntnisse über das ländliche Handwerk sowie Tipps und Hilfestellungen für ein selbstbestimmtes Leben im Fokus.

In Kenia freuten sich die Schülerinnen und Schüler des Mogra Star Sou Winner Rescue Centres in Nairobi neue Schulbücher.

Die Sanierung einer Jugendbegegnungsstätte in Satu Mare, Rumänien, wurde mit 30.000 Euro realisiert.

Besonders erfreut war das HDZ darüber, dass Anfang 2019 das zweite Lehrrestaurant von Francis van Hoi in Ho Chi Minh City (Saigon) feierlich eröffnet werden konnte und nun noch mehr benachteiligte Jugendliche in Vietnam eine Gastronomieausbildung nach deutschem Vorbild und Standard absolvieren können. 

Lepra

In der Lepra-Hilfe profitierten in diesem Jahr vor allem Indien und China von den HDZ-Spenden. So konnte das Bombay Leprosy Projekt (BLP) weiter unterstützt werden, das vielfältige Maßnahmen zur Bekämpfung, Behandlung und Prävention der tückischen Krankheit in Indien durchführt. Und auch Partnerorganisationen in China erhielten für Prävention und sozialökonomische Reha-Maßnahmen ihrer Lepra-Patienten fünfstellige HDZ-Mittel.

Alle diese Projekte sind gute Beispiele dafür, wie das Konzept des HDZ Früchte trägt. Dieses ist immer noch so einfach und wirksam wie vor 30 Jahren: Erstens wird die Hilfe immer dorthin gebracht, wo die Not ist, das heißt jeder Cent, den Sie spenden, kommt genau dort an, wo er gebraucht wird. Zweitens: alle Helfer unserer Partnerorganisationen leben und wirken mit den Zielgruppen (Kindern, Flüchtlingen, Lepra-Infizierten) zusammen und gestalten den Alltag gemeinsam. Und Drittens: die Menschen erhalten nur so viel Hilfe wie notwendig, denn langfristiges Ziel ist es, ihre Eigeninitiative und Selbstverantwortung aufzubauen und sie bei ihrer Suche nach ihrem individuellen Lebenskonzept zu begleiten und zu unterstützen, so dass sie irgendwann unsere Hilfe gar nicht mehr benötigen. 

 

Unsere Arbeit geht auch im nächsten Jahr weiter – doch dafür brauchen wir Ihre weitere Unterstützung! 

Ihr  HDZ-Team