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Tausende Flüchtlinge sitzen auf der Balkanroute fest – HDZ unterstützt seine Projektpartner mit einer Sofortspende

Der Winter kommt und mit ihr rückt die humanitäre Katastrophe, die sich auf der Balkanroute abspielt, wieder stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Projektpartner des HDZ beobachten mit Besorgnis die Entwicklungen und baten um weitere Unterstützung für die Versorgung der Flüchtlinge. Das HDZ stellte 10.000 € Soforthilfe bereit.

 

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatte sich die Situation an der kroatischen Grenze zugespitzt, nachdem das illegal errichtete Lager in dem kleinen Ort Vucjak aufgelöst worden war. Das Deutsche Rote Kreuz versucht seither, die Not der Menschen mit provisorischen Unterkünften, Nahrungsmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs ein wenig zu lindern. Im vergangenen Jahr konnte mit einer HDZ-Spenden in Höhe von 20.000 € bereits ein Wohncontainer errichtet werden.

 

Zur Zeit sitzen immernoch rund 10.000 Flüchtlinge in Bosnien und Herzegowina fest. Eine Weiterreise ist faktisch unmöglich, da sie an den Grenzen zurückgedrängt warden und überall unerwünscht sind. Mindestens 2.300 von ihnen schlafen auf der Straße oder in den umliegenden Wäldern. 

 

“Die Lage war vorher schon schwierig”, berichten Projektpartner vor Ort, “mit der Covid-19-Pandemie und der darauf folgenden Wirtschaftskrise haben sich die Bedingungen weiter verschlechtert.” 

 

Insbesondere die Spannungen zwischen den Flüchtlingen und den Aufnahmegemeinschaften nehmen zu, vor allem auch deshalb, weil eine langfristige Lösung nicht in Sicht ist und immer wieder Menschen in der Region eintreffen. 

 

Durch die Corona-Lage ist aber nicht nur die Spendenbereitschaft der Menschen in Europa gesunken, auch die Logistik ist schwieriger geworden. Und so nehmen die Versorgungsmöglichkeiten mit Lebensmitteln und Hygienegütern ab. Zudem sehen sich die Helfenden selbst mit der Unzufriedenheit der Einheimischen konfrontiert.

 

Das HDZ hat sich daher entschieden, nicht wegzusehen, sondern auch hier erneut humanitäre Hilfe zu leisten.